Ubijcy / Tempo di viaggio

 
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Ubijcy (Die Killer) (1956)

Regie: Andrej Tarkovskij, Marika Beiku, Aleksandr Gordon
Drehbuch: Gordon, Tarkovskij nach einer Erzählung von Ernest Hemingway
Kamera: Aleksandr Rybin, Alfredo Alvarez
Darsteller: Juli Fajt, Aleksandr Gordon, Valentin Vinogradov, Vadim Novikov
s/w, 21 min

Tempo di viaggio (Reisezeit) (1983)

Regie: Tonino Guerra, Andrej Tarkovskij
Kamera: Luciano Tovoli
Farbe, 62 min

Ubijcy ist toll - und hat so gar nichts von Tarkovskij: eine cinephile Spielerei, mit der sich eine Rasselbande von Filmschülern ihre Träume von Hollywood und der Welt von der Seele drehte. Tempo di viaggio, Tarkovskijs einziger Versuch im Nicht-Fiktionalen, wird bei Diskussionen und Retrospektiven seines Schaffens oft ­ver­gessen - zu „anders“ ist diese feine Gelegenheitsarbeit, Fermate, Zwischenbilanz. Tarkovskij und Guerra suchen nach Drehorten, diskutieren über Piero della Francesca, Bild und Ton entwickeln dabei ein oft opak-ambivalent verschobenes Verhältnis zueinander. Zur Mitte hin beginnt Guerra mit Tarkovskij einen eigens vorbereiteten Fragenkatalog abzuarbeiten - assoziativ-irrlichternde Bildeinschübe liefern Parallel-Antworten, die Dinge drohen immer wieder zu zerfallen. Tempo di viaggio ist die Vorwegnahme von Nostalghia, dabei in seiner Montagearbeit dessen ästhetische Antithese. (R.H.)

(Text: filmmuseum)

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