Uzumaki

 J 2000
Horror 03.01.2003 91 min.
film.at poster

Uzumaki ist ein japanischer Horrorfilm, bei dem sich alles um spiralförmige Objekte dreht.

Schülerin Kirie (Eriko HATSUNE) und Shuichi (Fhi Fan) sind seit ihrer Kindheit eng befreundet.

Eines Tages bittet Shuichi seine Freundin darum, mit ihm zusammen das Dorf zu verlassen. Sie freut sich zwar darüber, bemerkt jedoch gleichzeitig auch, dass Shuichi traurig aussieht. Auf Nachfragen erzählt er ihr, dass er sich Sorgen um seinen Vater Toshio (Ren OSUGI) mache. Auch Kirie erinnert sich an sein seltsames Verhalten tags zuvor, als sie ihn beim Filmen einer Schnecke beobachtete.

Als Kirie nach Hause kommt, ist Toshio gerade bei ihrem Vater Yasuo (Taro SUWA), einem angesehenen Keramikkünstler. Toshio bittet ihn um die Anfertigung eines Tellers in Spiralenform. Kirie hat wieder das Gefühl, dass etwas ungewöhnliches mit dem Vaters ihres Freundes vorgeht.

Toshio wird in abnormer Weise von allen Dingen angezogen, die eine Spiralform aufweisen. Er hört auf, zur Arbeit zu gehen und verbringt seine Zeit mit dem Sammeln aller erdenklicher spiralhafter Objekte.

Yukie (Keiko TAKAHASHI), Shuichis Mutter, beginnt sich Sorgen wegen der "Spiralkollektion" ihres Mann zu machen und beschließt, alle Objekte, die er bisher sammelte, zu entsorgen. Als Toshio dies bemerkt, wird er rasend vor Wut und seine Augen beginnen, sich in Form von Spiralen zu drehen.

Nach Fertigstellung des Tellers bringt Kirie ihn zum Haus Shuichis. Es scheint verlassen, bis sie Toshios Leichnam, zusammengekrümmt zu einer Spirale, in der Waschmaschine findet.

Während Toshios Begräbniszeremonie steigt Rauch in Spiralform vom Krematorium auf und bedeckt den Himmel. Von Zeit zu Zeit nimmt der Rauch die Gestalt Toshios Gesichtes an, worauf Yukie einen solch tiefen Schock erfährt, dass sie eine Phobie gegen alles spiralhafte entwickelt.

Zur selben Zeit ereignen sich weitere seltsame Zwischenfälle in dem Dorf, die alle durch eine Spiralform miteinander verbunden sind. Als die Situation zu eskalieren droht, beginnt der Journalist Tamura (Masami HORIUCHI), das geheimnisvolle Phänomen zu untersuchen...

Yukies Phobie steigert sich mittlerweile derart, dass sie versucht, alle Spiralformen, die ihr Körper aufweist, los zu werden, beginnend mit der obersten Hautschicht ihrer Fingerkuppen. Sie ist überzeugt davon, dass eine Spirale in ihrem Körper wohnt, die sie umbringen wird, wenn sie versucht, sie zu entfernen.

Kirie und Shuichi beschließen, das Dorf zu verlassen. Als sie Kiries Vater Yasuo abholen wollen, ist sein Arbeitsplatz leer. Da geschieht etwas mit Shuichi: sein Körper beginnt sich gegen seinen Willen zu verformen ...

Details

Eriko Hatsune, Fhi Fan, Ren Osugi, Hinako Saeki, Masami Horiuchi, Taro Suwa, Eun-Kyung Shin, Sadao Abe
Higuchinsky (Akihiro Higuchi)
Keiichi Suzuki, Tetsuro Kashibuchi
Gen Kobayashi
Takao Nitta, Kengo Kaji, Chika Yasuo
Polyfilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • in which cinema
    hi.
    möchte gern diese movie anschauene aber ich finde keine Kino, ort oder Zeit, wer hilft mir bitte`!

  • Contra [18.7.2002 17:12] zum Film Uzumaki
    Tod im Wäschetrockner

    Fortsetzung: Suspense im traditionellen (Hollywood-) Sinne ist UZUMAKI fremd. Higuchinsky setzt statt dessen von Anfang an auf das Erzeugen einer unwirklichen, bedrohlichen Atmosphäre. Konsequent verfremdet er die Darstellung der Wirklichkeit durch verzerrende Weitwinkel-Einstellungen schwindlige Zooms und irritierende Schnitttechniken, baut idyllische Szenen auf, um sie brachial durch schockartige Bilder des Grauens zu zerstören. Unheilvolle Andeutungen wechseln ab mit grausig expliziten Bildern von Tod und Verstümmelung. Als ob einem ständig der Boden unter den Füßen weggezogen würde, bleibt die Dramaturgie des Horrors bis zuletzt unvorhersehbar, unfassbar, undurchschaubar.

  • Contra [18.7.2002 17:10] zum Film Uzumaki
    Tod im Wäschetrockner <p>

    Als wäre Regisseur Higuchinsky zwanghaft davon besessen, immer und immer wieder Hitchcocks "Vertigo" zu zitieren, dreht sich UZUMAKI ¿ im wahren Wortsinne ¿ um das Motiv der Spirale und um den Schwindel, den der Blick auf das bewegte Spiralmuster erzeugt. Doch es geht nicht um das vergleichsweise handfeste Motiv des Höhenkollers, das dem Helden in Hitchcocks Meisterwerk zum Verhängnis wird. Es ist die Spirale selbst, das abstrakte, geometrische Muster einer sich kontinuierlich verengenden ¿ oder erweiternden ¿ Kreisbewegung, das einer abgelegenen japanischen Kleinstadt zum Verhängnis wird. Kirie ein japanischer Teenager wie direkt dem Comic-Buch entnommen, gerät in einen Strudel von Ereignissen, die nacheinander sämtliche ihr Nahe stehenden Menschen den Tod bringen. Kein Monster ist es, das hier wütet, und auch kein psychopathischer Schlitzer. Die Todesfälle bilden eine Reihe von Selbstmorden unter dem Einfluss einer ungreifbaren, überirdischen Macht. Die Methoden, mit denen sich die Enwohner des idyllischen japanischen Städtchens aus dem Leben bringen, ist bei weitem origineller, als es sich der kreativste Maniac in einem amerikanischen Teenie-Slasher-Film auszumalen im Stande wäre: Da fungiert eine Waschmaschine als Todesschleuder, eine Frau stirbt bei dem wahnsinnigen Versuch, sich mit den Scherben eines Blumentopfes die spiralförmige Schnecke aus dem Mittelohr zu schneiden, und As Vater fasziniert erliegt beim Anblick des gezogenen Laufes einer Pistole der Versuchung, sich eine Kugel durch den Kopf zu jagen. Und es geschehen weitere, seltsame Dinge: Menschen verwandeln sich in überdimensionale Schnecken, eine Schülerin hegt einen letztlich fatalen Hang zu überdimensionierten Dauerwellen, und der Rauch aus dem Krematorium, der die letzten Partikel der Verstorbenen in die Atmosphäre schickt, bedeckt den Himmel mit einem düsteren Spiralmuster. UZUMAKI ist ein Vertreter jenes neuen japanischen Gespensterfilmes, die den Einbruch einer übersinnichen Macht in den rationalen Alltag einer technologischen Zivilisation thematisieren. Als Vorlage diente ein "Manga" ¿ eines jener in Japan so beliebten Comics - von Junji Ito. Higuchinsky blieb dem Stil des Manga in der filmischen Bearbeitung überaus treu: Statt Dialoge gibt es sprechblasengerechte simple Einzeiler, statt psychologisch fundierter Charaktere gibt es zweidimensional gezeichnete Typen: Ein leicht vertrottelter Polizist in Sandalen fungiert als komische Randfigur, die kindliche Heldin blickt mit großen, sanften Augen auf die schrecklichen Ereignisse, und ihr intellektueller Freund und Beschützer versucht schon im Sandkasten die Welt durch seine übergroße Krankenkassenbrille zu analysieren. Nur, dass es da nicht viel zu analysieren gibt. Die Quelle der mörderische Macht, die sich mit unausweichlichem Nachdruck die Bewohner des Städtchens unterwirft, bleibt unter der Oberfläche des mysteriösen Libellen-Teiches verborgen. Allein ein Reporter von außerhalb, Vertreter des vorurteilslosen, unbestechlichen Aufklärertums, ahnt etwas von ihrem Mechanismus. Durch einen Vergleich japanischer Schriftsymbole entdeckt er eine Art kabbalistische Ursachenkette. Die Auflösung des Rebus findet allerdings ihr jähes Ende, als der Aufdecker vor den Augen des Heldenpärchens bei einem Autounfall ums Leben kommt. Eine zynische Abrechnung mit der Erwartungshaltung, die nach einer verständlichen, im Rahmen des Genres befriedigenden Lösung lechzt.

    Re:Contra [18.7.2002 17:10] zum Film Uzumaki
    dieser film is auf seine weise einzigartig, bizarr, extreme, irreal und etc..aber es einfach genial..der film ist nicht dieser typischer horrorstreifen, den wir von tag zu tag sehen, it is indeed very unique, und auf jeden fall ein muss für menschen, die sich für - sagen wir - extravagante filme interessieren, aber auch für menschen, die mal neugierig sind, und mal so hineinschnuppern möchten, was so toll an dem film is..und desweiteren möchte ich hinzufügen, dass dieser film aber auch leute gedacht sind, die "open-minded" sind, die so einen (ich sag es nochmal) EINZIGARTIGEN film schätzen!!!

    okay, im großen und ganzen ist diesr film ein geniales meisterwerk!!!!!