Verrückte Rettung

 Russland 2009

Sumasshedshaya pomoshch

Komödie 119 min.
6.80
Verrückte Rettung

Eine skurrile, sarkastische Tragikomödie über ein seltsames Paar - eine Annäherung an den Wahnsinn des heutigen russischen Alltags und den Alltag des Wahnsinns.

Der träge und auch geistig etwas langsame Jenja (Ewgenij Sytyj) kommt vom Dorf nach Moskau, um dort als Hilfsarbeiter sein Geld zu verdienen. Nachdem er bei einem Überfall ausgeraubt worden ist, nimmt sich ein ehemaliger Ingenieur seiner an, quartiert ihn in seiner Wohnung ein und teilt alles mit ihm. Doch der neue Freund hat merkwürdige Eigenheiten und spannt den willfährigen Jenja bei einigen seltsamen Missionen ein: rätselhafte Botschaften aus einem Entenhaus zu bergen oder das geheimnisvolle Aufklappen eines Müllcontainers richtig zu interpretieren. Außerdem muss eine fremde Nachbarin gegen ihren Willen vor ihrem Mann, einem Polizisten, gerettet werden. Als die Tochter des Ingenieurs zu Besuch kommt, werden die Dinge für Jenja nicht einfacher...

Details

Ewgenij Sytyj, Sergej Dreiden, Anna Michalkowa, Igor Chernewitsch, Aleksandr Jazenko, u.a.
Boris Chlebnikow
Shandor Berkeshi
Boris Chlebnikow, Aleksandr Rodionov

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tristesse mit Überraschungen
    Man könnte meinen, es ist eine verstörende Groteske über das postkommunistische Russland mit Ausflügen ins Surreale. Teilweise sinnfrei oder auch schwer verständlich ist dann Regisseur Chlebnikow wieder mit Slapsticks unterwegs. Zwei skurrile alte Käuze (Ewgenij Syty und Sergej Dreiden), ein arbeitsuchender Bauer und ein Ingenieur, der aus dem Nichts als guter Samariter auftaucht, stehen hier stellvertretend für eine orientierungslose Gesellschaft, in der das Faustrecht gilt. Es gibt keinerlei Respekt, keine Aufstiegschancen, nicht einmal bei der Miliz, in dieser tristen Welt, die sich als eine von heruntergekommenen Plattenbauten präsentiert. Selbst die Liebe zwischen Vater und Tochter ist hohl und voller Aggressionen. Manche Aktionen sind unverständlich. Man traut bisweilen seinen Augen nicht. Unwohlsein macht sich breit. Die Figuren wirken oft selber etwas hilflos, nachdem der seltene Charme ihrer Absurdität verdampft ist. Harte Kost, anstrengend und abstoßend zugleich. Das pfeffert durch und zieht einen schwer unter Tage.