Villa Jasmin

 F 2008
Drama 87 min.
film.at poster

Drama um eine jüdisch-französische Familie in Tunesien.

Heimatstadt zurück, die er als Kind 1957 verlassen musste. Auf der Suche nach Spuren seiner frühen Jahre taucht er in die Geschichte seiner jüdischen Familie ein. Lange Rückblenden erzählen davon, wie Vater Serge (Arnaud Giovanetti) die bezaubernde Odette (Elsa Mollien) heiratet, sich als Journalist und Sozialist für die Unabhängigkeit Tunesiens enga­giert - und nach dem Einmarsch der Deutschen 1942 in ein KZ verschleppt wird... Regisseur Férid Boughedir ("Halfaouine - Zeit der Träume", 1990) versammelt ausgesucht schöne Menschen vor einem leuch­tend bebilderten Panorama der 30er- und 40er-Jahre. Die Lek­tion über ein bei uns weitgehend unbekann­tes Stück Zeitgeschichte hätte aber eine etwas geschmeidigere deutsche Synchronisation verdient.

Details

Arnaud Giovaninetti, Elsa Mollien, Clément Sibony u.a.
Férid Boughedir

Kritiken

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User Kritiken

  • Spurensuche
    Es ist zunächst einmal ein Appell an die Suche nach den eigenen Wurzeln. Wenn man sie verloren hat, muss man versuchen, sie wiederzufinden. Dann ist es ein Versuch, die französische Kolonialpolitik in Nordafrika am Ende des zweiten Weltkrieges zu thematisieren. Im Mittelpunkt steht ein einheimischer Jude in Tunesien, der auch noch Sozialist und Fraumaurer ist. Klar, dass er zwischen die Fronten von Franzosen und den einrückenden deutschen Truppen gerät. Seine Geschichte wird sehr emotional erzählt mit interessant gemachten Rückblicken, in denen sich der verstorbene Vater und der Sohn auf einer imaginären Ebene an Originalschauplätzen direkt begegnen. Letztendlich geht aber dann doch alles ziemlich glatt, trotz einer Folterszene. Wem das genügt, der hat sich von den wunderschönen Bildern blenden lassen, die etwas über die wirkliche Tragik der vorliegenden Situation hinwegtäuschen sollen. Trotzdem schön anzuschauen!