Was Kafka im Kino sah

 F/ DK 1911
Drama 102 min.
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In diesem Programm kann man sich anhand einer Detektivgeschichte mit der populären Figur des Nick Winter, eines Gesellschaftsdramas mit rasanten Verfolgungsjagden und eines visuell beeindruckenden Melodrams auf die Spuren von Franz Kafka begeben:

Der Besuch aller drei Filme wurde in seinen Tagebüchern notiert. Natürlich wird die Wirkung von hundert Jahre alten Stummfilmen auf heutige Zuschauer kaum die gleiche sein wie damals, als das gerade erst geborene Medium Kino die Massen noch in ungläubiges Staunen versetzte und emotionale Ausbrüche im Kinosaal eher die Regel als die Ausnahme waren. Und doch sind die Themen (Mädchenhandel, eine Dreiecksliebesgeschichte) noch immer aktuell, auch von der filmtechnischen Ausdrucksweise her haben diese frühen Kolportagefilme schon einiges zu bieten. Das Lebens- und Filmtempo damals war zweifelsohne ungleich langsamer als heute, aber die Gier des Publikums nach dem Kick des Spektakels ist die gleiche geblieben, obwohl danach jetzt und einst die Leere folgt, wie schon Kafka nach dem Kinobesuch notierte: »Bin ganz leer und sinnlos, die vorüberfahrende Elektrische hat mehr lebendigen Sinn.« (Günter Pscheider)

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