Wem gehört die Stadt? Film und Stadtplanung

 
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Stadt am Morgen (1952) von Albert Quendler. Videoprojektion, s/w, 12 min.
Aus der Sammlung des Wiener Stadt- und Landesarchivs

Metro (1970) von Salz der Erde / Zünd-up. s/w, 17 min

Die verstoßene Stadt (1974) von Missing Link. Farbe, 30 min

Mit Ende des "Wiederaufbaus" kommt im Wiener Stadtplanungsdiskurs eine Formel auf, die das Moment der Selbst-Historisierung wie selbstverständlich stark machte: "Wien wird wieder Weltstadt." Damit einher geht in den späten 1950er Jahren ein Angriff auf das Bauerbe der Gründerzeit und die als zu dicht und schlecht empfundenen Verbauung im geschlossenen Stadtgebiet. Eine Antwort auf diese "harte" Moderne kommt in den 1970er Jahren aus der Architektur-Avantgarde. Die Arbeiten der Gruppen Zünd-up / Salz der Erde und Missing Link konfrontieren uns mit einem vielfältigen Raum und ebensolchen räumlichen Praktiken. Sie unterhalten eine Nähe zu den präfordistischen proletarisch-kleinbürgerlichen Gründer­zeitquartieren und interessieren sich (in ambivalenter Manier) vor allem für die Übergangszonen der Stadt, für die liminalen Räume, in denen das Alte nicht mehr stabil und das Neue noch nicht absehbar ist. Metro dokumentiert eine Aktion in der Straßenbahn-Station Lerchen­felder Straße und behandelt das Spannungsfeld Privatheit- Öffentlichkeit; in Die verstoßene Stadt wird ein Straßenzug zum trauten Heim und der Donaukanal zum Opernhaus umfunktioniert.

Im Anschluss Gespräch mit Timo Huber (Zünd-up, angefragt) und Otto Kapfinger (Missing Link)

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