Wer rupft den Mond?

 F 1999

Qui plume la lune?

Independent 
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Eine wunderschöne Liebesgeschichte zwischen einem Vater und seinen beiden Töchtern, voller Zärtlichkeit und Schmerz, voller Eifersucht und dummer Fehler, wie sie Liebende eben machen.

Drei lustige Gespenster tanzen durch die Wohnung, noch eine Runde und noch eine, und die flotte Marschmusik ist ganz laut. Dann zieht jedes Gespenst für einen Blick in die Kamera kurz das Bettlaken vom Gesicht und das sieht gar nicht lustig aus. Lucien (Jean Pierre Darrosin) schwitzt vor Anstrengung und Suzanne und Marie, die beiden Töchter schauen etwas genervt. Aber das will keiner die anderen spüren lassen und darum tanzen sie munter weiter.

Reales Erzählen? Ja, aber wie einen Traum, wie ein Märchen. Qui plume la lune ist die über einen Zeitraum von 20 Jahren erzählte Geschichte einer bizarren und liebenswerten Familie, die versucht, mit den Höhen und vor allem Tiefen des Lebens zurande zu kommen. Die Geschichte von Menschen, die einander zu sehr lieben.

Eine glückliche Familie wollen sie sein, auch wenn ihnen die Mutter viel zu früh gestorben ist. Die beiden Mädchen kümmern sich liebevoll um ihren exzentrischen Vater, auch wenn er glaubt, dass er die beiden mit herrlich komischen Chansons und improvisierten Spielen trösten muß. Das Leben geht weiter, die Mädchen wachsen heran, aber dann kommt es zu einem Mißverständnis, das die Familie ein zweites Mal auseinanderreißt. Lucien kann nicht loslassen. Eine harmlose Teenageraffäre von Marie genügt, um den Blick des Vaters auf seine Tochter für immer zu verändern. Seine Späße werden schal, seine Einsamkeit untröstlich. Dadurch verlieren alle ihren Halt. Marie zieht aus, nur ihr Bett bleibt einem Monument des Unrechts gleich im Garten zurück, und sie benimmt sich wie zum Trotz von nun an so, wie ihr Vater sie fälschlicherweise gesehen hat. Suzanne bleibt bei ihrem immer schwieriger werdenden Vater, um dann den erstbesten Mann zu heiraten, der ihrem Bedürfnis nach Humor und Zärtlichkeit entspricht. Die erwachsene Suzanne träumt: "In einem Land hinter dem Regenbogen würde Mama noch leben, Papa ginge es gut, Marie wäre wieder zu Hause und ich wäre geschieden."

Details

Jean - Pierre Darroussin, Garance Clavel, Elsa Dourdet
Christine Carriere
Christine Carriere

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