Wilbur - Das Leben ist eins der schwersten

 DK/GB 2002

Wilbur wants to kill himself

Tragikomödie 111 min.
6.90
Wilbur - Das Leben ist eins der schwersten

Durch die schüchterne, alleinstehende Alice lernt der selbstmordgefährtete Wilbur das Leben wieder schätzen.

Wilbur will sich umbringen. Weder sein Verstand noch sein Charme, der insbesondere auf Frauen eine besondere Anziehungskraft ausübt, kommen gegen seine abgrundtief pessimistische Lebenseinstellung an: Lieber wäre er heute schon tot, als morgen noch lebendig. Sein unverbesserlicher optimistischer Bruder Harbour hat sich deshalb Wilburs Wohlergehen zu seiner Lebensaufgabe gemacht.

Die exzentrischen Brüder leben in Glasgow über der heruntergewirtschafteten Second-Hand-Buchhandlung "North Books" - dem einzigen Erbe und Andenken an ihren kürzlich verstorbenen Vater.

Nach einem weiteren Selbstmordversuch Wilburs befinden Harbour, der zynische Krankenhaus-Psychologe Horst und vor allem die äußerst einfühlsame Oberschwester Moira, dass Wilbur eine Freundin braucht. Doch kurz darauf ist es nicht Wilbur, sondern der ältere Bruder, der die Liebe findet - in Gestalt der schüchternen, alleinstehenden Mutter Alice, die als Putzfrau nachts im Krankenhaus von Patienten zurückgelassene Bücher sammelt, um sie dann an "North Books" zu verkaufen.

Bald schon ziehen Alice und ihre kleine Tochter Mary zu dem ungleichen Brüderpaar, wo sich Alices Schneckenhaus langsam öffnet, Mary eine Familie und Wilbur endlich ins Leben zurückfindet!

Auch Harbour war nie zuvor glücklicher - wäre da nicht ein todtrauriges Geheimnis, dass er nicht mehr lange für sich behalten kann ...

Nach dem weltweiten Kritiker- und Publikumserfolg "Italienisch für Anfänger" inszenierte Regisseurin und Autorin Lone Scherfig eine einfühlsame Tragikomödie, für deren Drehbuch ihr dänischer Regie-Kollege und Co-Autor Anders Thomas Jensen (Open Hearts, Mifune) mit verantwortlich zeichnet.

Details

Jamie Sives, Shirley Henderson, Adrian Rawlins, Lisa McKinlay, Mads Mikkelsen, Julia Davis, Susan Vidler, Coral Preston,
Lone Scherfig
Joakim Holbek
Jørgen Johansson
Lone Scherfig, Anders Thomas Jensen
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wilbur und Harbour
    Wilbur versucht sich ständig umzubringen, sein Bruder Harbour hat alle Hände voll zu tun, dies zu verhindern. Dies ist Stoff genug für eine skurrile Komödie. Als sich Harbour verliebt, nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung. Und selbst die Hinwendung der von beiden Brüdern geliebten Frau zu Wilbur schadet der Story nicht eigentlich. Erst als festgestellt wird, dass Bruder Harbour tot krank ist und bald sterben wird, erkennt man die Ironie des Schicksals, die hinter dem Ganzen steckt.
    Sind die Selbstmordversuche etwa die Rechtfertigung für die Sinnlosigkeit der eigenen Existenz? Der suizidgefährdete Wilbur findet in der Schwägerin eine ihn liebende Frau mit Kind, sein lebensfroher, sympathischer Bruder muss sterben – er braucht Wilbur nicht mehr vom Selbstmord abhalten. Der Spagat zwischen Komödie und Melodram ist vortrefflich gelungen. Immer wenn der Verlauf des Films ins Melodramatische abzugleiten droht, kommt Abhilfe in Form einer komischen Situation oder einer pfiffigen Bemerkung, wie zum Beispiel der Name des behandelnden Therapeuten, der an eine Wurst erinnert oder die üblichen scharfen Krankenschwestern treten in Aktion.
    Hätte der Beleuchter noch ein paar Watt mehr eingeschaltet, könnte man von der tollen Depri-Komödie auch noch viel mehr erkennen

  • Robbie Williams selbstmordgefährdet!!!
    netter tragisch-komischer Film und der Überhammer: Robbie Williams spielt die Hauptrolle ;)

  • einfach zum einschlafen
    der langweiligste, humorloseste und anspruchsloseste film den ich in letzter zeit gesehen habe. die auszeichnungen und preise sind nur schwer nachzuvollziehen. einzig die musik hält einen da noch aufrecht. ansonsten absoluter mist.

  • Begeisterung!!!
    Endlich seit langem mal wieder ein super Film - keine stupide Gefühlsheuchelei, wie in vielen US-Produktionen, stattdessen überzeugende schauspielerische Leistungen und Dialoge mit richtig schönem, skandinavischem schwarzem Humor.

    Echt nichts für Leute, die seichte Berieselung oder Unterhaltung suchen, sondern Kino mit Gefühl, ohne dass es meiner Meinung nach kitschig wird. Von der schönen Filmmusik mal ganz zu schweigen, die ich mir stundenlang anhören könnte...