Winter's Bone

 USA 2010
Drama 01.04.2011 100 min.
7.20
Winter's Bone

Ein spannender, naturalistischer Thriller, der beim Sundance Filmfestival 2010 den Großen Preis der Jury und den Waldo Salt Drehbuchpreis gewonnen hat.

Die 17-jährige Ree sucht ihren Vater. Er muss vor Gericht erscheinen, andernfalls verfällt die Kaution und das Haus wird verkauft. Ree fragt Verwandte und Bekannte und stößt auf eine Mauer des Schweigens - denn diese Familie, die in den Wäldern der Ozark Mountains im südlichen Missouri verstreut in Wohnwägen und auf verkommenen Farmen haust, ist eher ein Clan, eine Sippe, eine Horde. Gefährlich wie ein Rudel Wölfe und ebenso streng organisiert. Und Rees Vater hätte eben nicht mit den Bullen reden sollen.

Winter's Bone handelt in einer fremden Welt, einer, die aus der Zeit gefallen ist und in der die Bindungen der Menschen das sind, was immer war und immer bleiben wird.

(Text: Viennale 2010)

Details

Jennifer Lawrence, John Hawkes, Kevin Breznahan, Dale Dickey u.a.
Debra Granik
Kate Dean
Mark White
Anne Rosellini, Alix Madigan Yorkin
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Kritiken

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User Kritiken

  • Die große Schwester
    Ein düsterer Frauenfilm. Von Debra Granik gemacht und mit einer grandiosen Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence als Ree. Die Machowelt der Männer trägt harte, schroff abweisende Konturen. Auf der Suche nach ihrem Dad wollen die Männer der 17 jährigen nicht helfen, ihre Ehefrauen trauen sich nicht. Die Nachbarn sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Hier verprügeln Frauen ihre Geschlechtsgenossinnen. (Man sieht es nicht direkt, sondern nur die Folgen.) Harte, starre Gesichter, denen jedwede menschliche Reaktion abgeht. Man kann nur Misstrauen und Feindseligkeit erkennen. Manches wird nur angedeutet (Warum alle den Vater suchen? oder die Rückgabe der Restkaution) erhöhen die Spannung. Onkel Teardrop (John Hawkes) weiß es, verrät es uns aber nicht. Und immer wieder dieses junge, grimmige Gesicht von Ree. Sie ist überfordert, gibt aber nicht auf. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten stehen außer Zweifel. Eine feindliche, dicht bewaldete Umgebung, in der es keine Weitblicke gibt, schafft zusätzliche Beklemmung.
    Am Ende soll wohl ein Funken Hoffnung kommen mit der Übergabe von ein paar Küken an Ree als Neuanfang und der Aufbewahrung des Banjos für angenehmere Stunden.
    Harte, unbequeme Kost, eindrucksvoll ausdrucksstark vom Rande der Welt, wo sich jeder selbst der Nächste ist. Eigentlich kaum zu glauben. Ein Fragezeichen bleibt der Titel.