Me Too - Wer will schon normal sein?

 E 2009

Yo, También - Me too

Drama 05.11.2010 103 min.
7.20
Me Too - Wer will schon normal sein?

Beim Internationalen Filmfestival Rotterdam 2010 wurde "Yo, también" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Der 34-jährigen Daniel aus Sevilla ist der erste Europäer mit Down-Syndrom und einem Universitätsabschluss. Als Daniel einen Job bekommt, trifft er auf eine aufgeschlossene Kollegin, Laura. Ihre Freundschaft zieht bald die Aufmerksamkeit von Freunden und Familie auf sich, die es für problematisch halten, dass Daniel sich in Laura verliebt.

Der Film, der bereits auf vielen Festivals gefeiert wurde, gewann in San Sebastian die Silberne Muschel für die beste Schauspielerin (Lola Dueñas, bekannt aus den Filmen von Pedro Almodóvar) und den besten Schauspieler (Pablo Pineda). Zudem erhielt er vier Nominierungen für den spanischen Filmpreis Goya.

Details

Lola Dueñas, Pablo Pineda, Antonio Naharro, Isabel García Lorca, Pedro Álvarez Ossorio, Consuelo Trujillo, Daniel Parejo
Álvaro Pastor, Antonio Naharro
Guille Milkyway
Alfonso Postigo
Álvaro Pastor, Antonio Naharro
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Das 21. Chromosom
    Eine gewagt Liebesgeschichte zwischen dem echten Downy Daniel (Pablo Pineda) und Laura (Lola Duenas), die traumatische Kindheitserfahrungen mit sich rumschleppt. Viele Details liefern Aufklärung über das Syndrom mit dem 21. Chromosom, zeigen aber auch die eigentlich ganz normale Gefühlswelt der Betroffenen. Im Grunde unterscheidet sich Daniel von seinen Mitmenschen doch nur durch sein Aussehen und seine Sprache. Aber das ergeht ja jedem so, denn keiner ist wie der andere. Und auch Daniels geistige Kapazitäten werden z. B. durch sein Studium betont. Er ist gebildet. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich durchaus glaubhaft. Anfangs schwankt man noch, ob es von Lauras Seite Zuneigung ist oder das mütterliche Helfersyndrom. Doch dann werden wir auch noch durch wichtige Nebenhandlungen dazu gebracht, dass Daniel ganz normal zu sein scheint. Sein Verhalten ist emotional überwältigend, oft kindlich direkt (eine Eigenschaft, die wir fast alle im Laufe der Zeit verlieren) und liebenswert fröhlich. Pablo Pineda spielt sich selbst, aber auch Lola Duenas überzeugt durch differenzierte Mimik und dem Versuch überbordende Gefühle zu deckeln. Die angebotene Lösung überrascht, ist aber durchaus akzeptabel.
    Einziger Wermutstropfen sind die akustischen Schocker, die oftmals unverhofft das Trommelfell malträtieren. Ansonsten gelungen und aller Ehren wert.