Aèrograd

 Sowjetunion 1935
Drama, Science Fiction 81 min.
6.30
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Am Ende der Welt, dort, wo Taiga und Pazifik aneinanderstoßen, soll Aėrograd, die Stadt der Zukunft entstehen.

Einer der schönsten Beiträge zur Utopie, die zu träumen es vor unendlich langen Jahren noch möglich war in einem dahingeschwundenen Reich namens Sowjetunion - wenn man über den Enthusiasmus, die Traumkraft und Naivität Aleksandr Dovšenkos verfügte.

"Achtzig Sonnen lang" ist ein arktischer Trapper auf Schiern über die verschneiten Weiten geeilt, um den Bau dieses neuen Jerusalems mit anzusehen, ein mongolisches Lied auf den Lippen, das die Teile des Films wie eine lyrische Klammer verbindet. Die Montage, die Dovšenko in den Tonfilm hinüberrettet, verleiht ihm einen Zauberstab der Abstraktion. Mitten in schäumenden Wolken formieren die aus allen Himmelsrichtungen kommenden Flugzeuge der Roten Armee, orchestriert vom An- und Abschwellen der Motorenmusik, ein himmlisches Muster wie auf den Collagen Rodčenkos und den kühnsten Textilentwürfen der russischen Avantgarde. (H.T.)

Details

Stepan Šagajda, Sergej Stoljarov, Evgenija Mel'nikova, Stepan Škurat u.a.
Aleksandr Dovšenko
Dmitrij Kabalevskij
Ėduard Tissė, Michail Gindin, Nikolaj Smirnov
Aleksandr Dovšenko

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