Agatha und das grenzenlose Lesen

 F 1981

Agatha et les lectures illimitées

Drama 85 min.
7.30
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Ein Mann und eine Frau. Sie schweigen. Möglicherweise haben sie viel miteinander gesprochen, bevor wir sie sehen. Sie sind 30 Jahre alt. Es heißt, dass sie sich ähnlich sehen. Musils Der Mann ohne Eigenschaften, so auf den Kern verdichtet, dass es sich nicht lohnt, ihn als Inspirationsquelle für Duras' Text zu nennen. Bruder und Schwester, Liebende - im Geiste - wider das Tabu, treffen einander in jenem Haus, wo sie aufwuchsen. Das Haus wird dargestellt von jenem Gebäude, wo Duras wohnte, sie selbst spricht die Frau, ihr substantiell jüngerer Liebhaber Yann Andréa den Mann. Das Verhältnis der beiden war bekannt, was Duras hier zu verwenden weiß: Denn wenn die Liebe zwischen zwei so unterschiedlich alten Menschen möglich ist, auch wenn die Gesellschaft das argwöhnisch beäugt, dann kann das Begehren zweier Geschwister füreinander doch nicht völlig falsch sein. Wobei: Wie dauerhaft kann und will eine Liebe sein, die sich mit einem Tabu identifiziert? (R.H. - Filmmuseum)

Details

Bulle Ogier, Yann Andréa
Marguerite Duras
Johannes Brahms
Dominique Lerigoleur, Jean-Paul Meurisse
Marguerite Duras

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