Agentenpoker (1980)

 USA 1980

Hopscotch

Komödie, Abenteuer 106 min.
7.20
Agentenpoker (1980)

Walter Matthau brilliert als ausgefuchster Einzelgänger mit Witz und Charme in Ronald Neames raffinierter Agentenfilm-Parodie.

Verärgert quittiert CIA-Agent Kendig (Walter Matthau) den Job, um in Europa die Zeit mit der Exliebe Isobel (Glenda Jackson) zu genießen. Der Sowjetagent Mikhail Yaskov (Herbert Lom) überredet den Frühpensionär, seine Autobiografie zu schreiben. Nach ersten Leseproben hat Kendig sofort die CIA am Hals...

Details

Walter Matthau, Glenda Jackson, Ned Beatty, Herbert Lom, Sam Waterston, u.a.
Ronald Neame
Brian Garfield

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Hüpfspiel für Oldies
    In den 80er Jahren, als manche Agententhriller noch ohne blutige Nasen und Kinnhaken auskamen, es aber auch nicht so bierernst meinten, entstanden Filme wie dieser.
    Es ist gediegene Unterhaltung ohne spektakuläre Actionszenen, einfach ein Heidenspaß, der vom schauspielerischen Talent der Darsteller lebt. Und wenn schon geballert wird, dann geschieht das aus Versehen wie z.B. das ehemalige Haus des Chefs, das fast zerlegt wird oder ein Hubschrauber explodiert ohne die Gejagten.
    Das Plakat weist zwar auf 007 hin, doch der gebogene Lauf von Walter Matthaus Kanone weist nach unten und die linke Hand zeigt die gekreuzten Finger (heißt Daumendrücken). Glenda Jacksons tiefes Dekolleté ist auch etwas überzeichnet. Alles eben ein Gag. Da wir im Kalten Krieg sind, kommen die Bösen aus dem Osten (KGB). Herbert Lom mimte sonst den altgedienten Chef vom ‘Rosaroten Panther‘. Seine Untergebenen treiben ihn hier allerdings nicht in den Wahnsinn. FBI steht für fickrige behämmerte Idioten. Und damit treffen sie den Nagel auf dem Kopf. Sam Waterston hat wenigstens noch so etwas wie einen Plan, sein Chef hingegen (Ned Beatty) kommt ohne so etwas aus. Der Titel stammt von Walter Matthaus Buch, um das es hier geht. Darin rechnet er mit seiner alten Dienststelle ab. Der des Originals meint mit ‘Hopscotch‘ das alte Hüpfspiel ‘Himmel oder Hölle‘ das man früher auf Gehwegen aufgemalt sah, weil es die Kids dort gespielt hatten.
    Auch der finale Gag rundet die Agentenparodie herrlich locker ab. Das ist fast schon wieder ‘In‘. Lacher und Schmunzler ersetzen das Nägelkauen.