Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika

 BRD/Südafrika 2009
Drama, Biografie 06.01.2010 ab 6 114 min.
6.00
Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika

Unterstützt von seinen Ärzten und Patienten nimmt Schweitzer den Kampf zur Rettung von Lambarene auf.

1949 - Albert Schweitzer (Jeroen Krabbé) ist dank seiner Philosophie der "Ehrfurcht vor dem Leben", die er in seinem Urwaldhospital im afrikanischen Lambarene verwirklicht, einer der am meisten bewunderten Menschen der Welt. Doch als er zusammen mit seiner Frau Helene (Barbara Hershey) die Vereinigten Staaten des Kalten Krieges und der McCarthy-Ära besucht, tauchen zunehmend Feindseligkeiten gegen ihn auf: Schweitzer ist mit Albert Einstein (Armin Rohde) befreundet, der ihn bittet, ihn in seinem Kampf gegen die Atomgefahr zu unterstützen. Für den US-Geheimdienst wäre dies ein Angriff auf die Politik der westlichen Welt. Deshalb soll eine gezielt lancierte Verleumdungskampagne das Lebenswerk Schweitzers, das Krankenhaus in Lambarene, in Misskredit bringen.

Details

Jeron Krabbé, Barbara Hershey, Judith Godrèche, Samual West, Jeanette Hain u.a.
Gavin Millar
Colin Towns
Cinders Forshaw
James Brabazon, David Howard
Polyfilm
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Ehrfurcht vor dem Leben
    Im Grunde kennt man ja die Vita des berühmten Doktors aus dem Elsass, der in Lambarene ein Krankenhaus betrieb und Weltruhm erlangte. Der Film endet mit seiner Rede anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises, der Krönung seines Lebenswerkes.
    Trotzdem hat Gavin Millar nochmals die wichtigsten Facetten seines Lebens zusammengestellt: ganz persönliche mit Frau (Barbara Hershey) und Tochter Rhena (Jeanette Hain). Sie diskutieren sehr heftig, ob Vater Albert seinen Freund Albert Einstein (Armin Rohde) unterstützen, sich des Vorwurfs ein Kommunist zu sein erwehren und die Atombombe ablehnen soll. Außerdem wird die allgemeine politische Großwetterlage der 50er Jahre berücksichtigt, als der Kommunistenjäger McCarthy sein Unwesen trieb. Auch die CIA lässt Schweitzer beobachten und liest seine Briefe. Hier wird ganz geschickt ein PR Mann (Samuel West) eingebaut, dessen zwielichtiges Spiel für etwas Spannung sorgt. Das ist notwendig, da sich auch einige Längen einschleichen. Und natürlich gibt es auch im Krankenhaus selber Probleme. Hier zeigt sich Krankenschwester Susi (Jennifer Ulrich) als vorübergehend renitent. Schließlich und endlich ist da noch die ‘provisorische Regierung‘ von Gabun, die mit der Schließung des Hospitals droht.
    Das ist unterhaltsames und informatives Kino getragen vom Titelhelden Jeroen Krabbé, der einen beachtenswerten Albert-Schweitzer-Look draufhat. Auffallend viele deutsche Schauspieler sind am Set (E. Weisgerber, H.-W. Meyer u.a.).
    Konventionell gemacht. Die Persönlichkeit Albert Schweitzers wird gewürdigt. Nur die letzten Bilder wirken etwas überhöhend. So bekommt der Zuschauer auch etwas ‘Ehrfurcht‘ vor dem großen Mann.



  • überraschendes Portrait. Besonders berührt hat mich sein Umgang mit einer Kultur, den manche als "primitiv" bezeichnen würden.
    Durchaus zum Weiterempfehlen.