Almanya - Willkommen in Deutschland

 D 2011
Tragikomödie 13.05.2011 ab 6 97 min.
7.20
Almanya - Willkommen in Deutschland

Der Film erzählt mit viel Humor und Einfühlungsvermögen die Geschichte von Hüseyin Yilmaz und seiner Familie, die Mitte der 60er Jahre ihre Heimat Türkei verlassen, um als Gastarbeiter das deutsche Wirtschaftswunder zu unterstützen.

"Wer oder was bin ich eigentlich - Deutscher oder Türke?" Diese Frage stellt sich der sechsjährige Cenk Yilmaz (Rafael Koussouris), als ihn beim Fußball weder seine türkischen noch seine deutschen Mitschüler in ihre Mannschaft wählen. Um Cenk ein wenig zu trösten, erzählt ihm seine 22-jährige Cousine Canan (Aylin Tezebpdie Geschichte ihres Großvaters Hüseyin (Fahri Yardim/Vedat Erincin), der Ende der 60er Jahre als türkischer Gastarbeiter nach Deutschland kam und später seine Frau und Kinder nach "Almanya" nachholte. Seither ist viel Zeit vergangen und Deutschland ist längst zur Heimat der Familie geworden.

Eines schönen Abends überrumpelt Hüseyin bei einem großen Familientreffen seine Lieben mit der Nachricht, er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit ihnen zusammen in ihre alte Heimat fahren. Da stellt sich allerdings für den einen oder anderen die Frage, wo eigentlich seine Heimat ist. Doch Widerworte werden nicht geduldet, und so bricht die ganze Familie in die Türkei auf. Es beginnt eine Reise voller Erinnerungen, Streitereien und Versöhnungen - bis der Familienausflug eine unerwartete Wendung nimmt ...

Der sehr persönliche Film der Samdereli-Schwestern beruht zum Teil auf eigenen Erlebnissen, die den Zuschauer auf unterhaltsame Weise teilhaben lassen an einer Welt zwischen Orient und Okzident, an einer großen kultur- und generationenübergreifenden Familiengeschichte.

Details

Fahri Ögün Yardim, Demet Gül, Vedat Erincin, Lilay Huser, Denis Moschitto
Yasemin Samdereli
Gerd Baumann
The Chau Ngo
Nesrin Samdereli, Yasemin Samdereli
Filmladen
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • nett - 1
    Ja da ist er endlich der Film der so lange im Gespräch war, ein Film der interkulturell wirken soll, die Völkerübergreifende Verständigung ermöglichen soll und endlich Vorurteile zwischen Deutschen und Türken abbauen soll, zumindest über einige die sich einbilden dass man andere Rassen nicht mögen darf

    Also dass ganze ist ja ein BRD Film, 2011 gemacht, eigentlich sogar eine Tragikomödie wie man das Gerne nennt. Ich muss sagen ich habe gut gelacht, nicht immer, Vielleicht 10 % vom Film aber immerhin. Ich hätte ihn mir ehrlich gesagt lustiger gewünscht.

    Der Film hat ja ein schweres Thema. Gastarbeiter in Deutschland und zwar Türken. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere dass damals diese Leute nach Deutschland geholt wurden, Teils auch unter falschen Voraussetzungen und Lügen, und nun sind sie hier, vermehren sich, kriegen Kinder und sind teilweise sehr brav.

    Die Ausnahmen der nicht so braven hat im Film nichts verloren, hier geht es eigentlich um den 1 Millionsten und Einen Türkischen Gastarbeiter in Deutschland. Dass ganze ist eigentlich ein Debütfilm von Frau Samdereli, Also die 2 sind Schwestern und Türken, bei der Berlinale 2011 ist der Film außer Konkurrenz gelaufen und hat einige Preise eingeheimst.

    Den Deutschen Filmpreis 2011 hat der Film bekommen und ich Glaube er ist auch verdient, obwohl es viel lustiger Filme von Deutschland und Türkei gibt, ich glaube der Beste ist „Meine verrückte türkische Hochzeit“ .

    Die Handlung ist jetzt keine Offenbarung aber immerhin, es geht ja um den süßen 5 Jährigen CENK YILMAZ, dessen Vater ALI eine Deutsche Frau heiratet. GABI heißt die gute Stute. Alle sind glücklich bis auf den Tag als CENK nicht in die Fußballmannschaft aufgenommen wird, Na Ja er ist eben keiner von beiden, kein richtiger Türke, kein richtiger Deutscher.

    Das ganze spielt sich in den 60 er Jahren und im Jahre 2010 ab. Nach einiger Zeit ist so ne Feier und da ist die Oma FATMA die Ihre Einbürgerung verkündet, Also nach Deutschland, während der OPA HÜSEYIN meint, er hat ein Haus in der Türkei gekauft.

    CENK hat eine süße Cousine, CANAN, die hat einen Freund DAVID, der ist aus London, sie ist schwanger und am Boden zerstört, und weiß nicht wie sie es der Familie beibringen soll, schließlich ist sie ja nicht verheiratet. Und bei der Feier trifft sie auf CENK und erzählt ihm wie OPA damals als Gastarbeiter 1.000.001 nach Deutschland kam und Probleme hatte.

    Irgendwann geht es in die Türkei, Ostanatolien, in das Alte Heimatdorf vom OPA, und sie wollen das Haus ansehen. HÜSEYIN aber nicht dumm, hat schon kapiert dass CANAN schwanger ist und ist sehr nett sogar, schließlich hat er damals die Oma auch einfach so entführt.

    Blöd wird es als dann Angela Merkel den HÜSEYIN einladet nach Schloss Bellevue damit er ne Rede hält, Na Ja leider stirbt er ja danach und nun kann die Familie nicht Mal in der Türkei beerdigt werden weil er ja vor kurzem einen türkischen Pass bekam.

    Jetzt ist guter Rat teuer. HÜSEYIN hat einen Sohn MUHAMED den Vater von CENK, der eigentlich sehr eingedeutscht ist und eher wie ein Prolet wirkt aber irgendwie lustig ist, der sorgt auch oft für Probleme. Der will aber gleich in der Türkei bleiben und sich um das Haus von seinem Vater kümmern.

    Schwierig wird es ja dann meistens in dem Film immer als alle eine Meinung vertreten und dann nicht zusammen finden.

    süß - 3
    Jedenfalls wer sich noch an 1961 erinnert, da gab es ja deutsche Firmen die in der Türkei Leute suchten, 826.000 Männer und Frauen kamen bei der Welle nach Deutschland arbeiten. Das war ein Abkommen um auch der Türkei zu helfen die ganzen wirtschaftlichen Probleme zu lösen. Die BRD wollte damals einfach billige Arbeiter mehr nicht. Die NATO zudem wollte dass der kalte Krieg vorbei ist endlich und hat dafür gesorgt dass viele Länder auch zusammen arbeiten.

    1961 bis 1973 war die Welle, 2,6 Millionen Türken bewarben sich. Nicht alle waren geeignet, aber aktuell Leben 7,1 Millionen Türken in Deutschland, mit Illegalen, ja keine Ahnung 100 Milliarden oder so.

    Ach ja, den einzigen den ich kannte im Film ist Denis Moschitto aus dem Film „1½ Ritter“ Der mir gar nicht so gut gefiel.

    So gesehen kann man den Film schon empfehlen, zur Überraschung habe ich meiner Holden dann ein paar Türkenwitze erzählt, da haben wir auch gelacht.

    Nun der Film ist wirklich süß, zwar nicht so lustig wie ich ihn mir gewünscht habe, aber endlich Mal ein Film der in die Richtung geht. Was in dem Film auf alle Fälle verarbeitet wurde, für die Regiedamen, ist die Sehnsucht nach Weihnachten. Ich hätte gerne das Team gesehen das 50 Drehbücher geschrieben hat.

    Ja man kann den Film empfehlen, ich fand ihn lustig und nett aber nicht super.

    80 von 100 Punkten.

    eh lustig -2
    Die Regisseurin vom Film ist ne absolut fesche Katze für Ihr Alter, und hat 4 Millionen € für den Film gehabt, da sieht man wieder wie viel Geld für so einen Film da ist. 50 x wurde ein Drehbuch geschrieben. Gar nicht so einfach und meistens hat man Erlebnisse aus der Jugend selber hier verarbeitet im Film. In Izmir und Umgebung ist übrigens gedreht worden dann in München und im Schloss Schleißheim. Und die Szene wo die ganzen Gastarbeiter nach Deutschland kamen, das war 1964, das war am Bahnhof Augsburg-Oberhausen.

    Den Flughafen hat man in der alten Kongresshalle in München auf der Messe gebaut, und bald kommt der Film auf DVD.

    Erfolgreich war der Film in der BRD nur teilweise. Na Ja die Hollywood Filme sind halt beliebter. Doch der Film hat sich gemausert und nach 3 Monaten oder so waren 1 Million Karten verkauft. In Amerika ist der Film auch angelaufen und zwar beim Seattle International Film Festival 2011. Und in China und Japan war der Film auch zu sehen, erstmals in der Reihe Focus Germany des Shanghai International Film Festival 2011. Super finde ich das.

    Interessant war zu sehen in den 60 er Jahren des Filmes wie der Schauspieler eben reagiert wie jeder, er verdient wenig, er ist zufrieden mit wenig und er gibt viel Geld der Familie in der Türkei und holt bald seine 4 köpfige Familie nach, ja klar, er will ja mit seinen zusammen sein, was im Film aber fehlt was hier nicht dazu gehört ist der Hass der Leute in Deutschland die dagegen sind dass Ausländer dauernd Ihre Familien nach holen. Aber da der Film eine Komödie ist verstehe ich das.

    HÜSEYIN und FATMA YILMAZ um 2005 oder so, keine Ahnung wann der Film dazwischen gespielt hat aber so 2005 - 2010, da sah man ihn dann als alten Mann und ich muss sagen das war schon glaubhaft umgesetzt. Was mir gefehlt hat war halt nur der Witz.

    Die Tochter LEYLA, die älteste Tochter vom OPA hat ja den Sohn CENK, und die Mutter ist so ein richtiger nette Kerl, so richtig streng, türkisch oder deutsch ist ihr egal, Hauptsache streng alle müssen brav sein und kuschen aber sie reagiert nie übertrieben und von schauspielerischen ist sie nicht übel, und nicht oft zu sehen, Ihr Mann, ja der ist unwichtig, CENK ist derjenige der wirklich im Film was zu sagen hat und Bedeutend ist und der Junge HÜSEYIN, als er in der Türkei um FATMA wirbt, oder eher sie entführt, und sie dann berührt und Guten Tag sagt und im Off hört man, zu der Zeit war das Berühren schon ein ausschlaggebender Punkt dafür dass du die Frau heiraten musst. Was haben wir gelacht.

    Interessant war als der OPA meinte zu seinen 3 Kindern, 1 Enkelkind und ein Ungeborenes, oder was er hatte, ne Fußballmannschaft dass alle nach Anatolien fahren um zu sehen wo er aufwuchs und er zahlt für alles, Na Ja 10.000 € hat er ja gespart.

    Der Film war zwar jetzt dramaturgisch gesehen kein Hit, vom Drehbuch her nett, die Dialoge sind nicht übermäßig gut, sie sind einfach doch wirkt der Film so ehrlich, so realistisch und einfach nett, nicht super, aber einfach nett.

    Was dem Film halt fehlt sind die Differenzen zwischen den 2 Völkern, schade eigentlich aber das macht nichts, ich glaube die 2 Regieschwestern wollten einfach Mal mit dem Film was neues Wagen was es noch nicht gab und haben sicher gute Absichten gehabt, haben den Film auch gut gemacht und ich hoffe Ihr nächster wird lustiger, so ein bisschen makaber.

    Was ich schade auch finde, der Film zeigt 45 Jahre einer Familie mit Migrationshintergrund und es gäbe wahrlich viel zu sagen, leider hat der Film nach 100 Minuten oder so aufgehört so dass man eigentlich wenig Zeit für Witz hatte.

  • Völkerverständigung
    Der Film schafft es in sehr humorvoller Form das Verständnis der Deutschen für die türkischen Mitmenschen und umgekehrt zu vertiefen. Dabei spielt er mit Clichés und Vorurteilen und das immer mit viel Empathie für beide Seiten. Es wird sehr genau hingeschaut und hingehört, wie die eine Volksgurppe auf die andere wirkt. Dabei kommt ein Integrationsprozess in Gang, in dem am Ende türkische Deutsche bzw. deutsche Türken stehen. Die einzelnen Stufen der Annäherung sind gut nachvollziehbar, was zu einem gemeinsamen Lachen führt, weil sich jeder wiedererkennen kann.' Wenn sie Deutsche werden wollen, müssen sie zweimal in der Woche Schweinefleisch essen, in einen Schützenverein eintreten und Tatort gucken.' Bemerkenswert ist die sprachliche Umsetzung der Fremdartigkeit. Hier hört der Immigrant ein akustisches Kauderwelsch, eine Kunstsprache, die besonders beim Weihnachtslied eindrucksvoll gestaltet ist. Im Verlauf der Handlung kommen dann allgemein menschliche Probleme zur Sprache: z.B. Schwangerschaft und auch der Tod. Aus der Sicht der Kinder werden ernsthafte Phänomene erklärt, wie z.B. die Frage nach dem Aufenthaltort des verstorbenen Großvaters: 'Er ist verdampft'. Und auch das Haus, das er in der Türkei gekauft hat, ist noch nicht bewohnbar. Es muss noch fertiggebaut werden. Ein Symbol für die deutsch-türkische Freundschaft. Ein gelungener Beitrag zur Völkerverständigung.