Antichrist

 DK/D/F/S/I/P 2009
Drama, Horror 05.11.2009 ab 16 104 min.
6.60
Antichrist

Mit teils wunderschönen, teils drastischen Bildern schafft es von Trier, den Zuschauer zu berühren und zu erschüttern.

Ein trauerndes Paar zieht sich nach "Eden", eine einsame Hütte in den Wäldern, zurück. Dort hoffen sie, ihre gebrochenen Herzen heilen und ihre kriselnde Ehe retten zu können. Aber die Natur verschafft sich ihr Recht, und die Situation kann nur schlimmer werden ...
Lars von Trier's ANTICHRIST ist ein zutiefst beunruhigender Trip in menschliche Abgründe und Ängste und ein intensives Drama um die Macht und die Liebe zwischen zwei Menschen.
Charlotte Gainsbourg erhielt für ihre mutige und aufwühlende Darstellung in Cannes die Silberne Palme als Beste Darstellerin.

Details

Charlotte Gainbourg, Willem Dafoe
Lars von Trier
Anthony Dod Mantle
Lars von Trier
Polyfilm
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • Der Film wird in drei Kapitel eingeteilt, die eine figürliche Bedeutung für die Dramaturgie haben. Die ‘drei Bettler‘ sind nicht nur Titel für Kapitel 4, sondern Überschrift für die vorausgehenden drei: ‘Trauer, Schmerz, Verzweiflung‘. An diesem skelettartigen Aufbau kann man sich noch festhalten, um nicht in den letzten beiden Kapiteln qualvoll zu versinken. Mit äußerst brutaler Konsequenz wird der Schmerz aus Verzweiflung optisch umgesetzt Es beginnt als interaktive Paartherapie von Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe. Trotz wiederholter verbaler Liebesbekundungen, schlagen sie sich erst und dann metzeln sie sich, nicht nur beim Sex, sondern überhaupt. Autoaggression führt zu Verstümmelung des Geliebten. Das Thema wird bestialisch durchgezogen. ‘Die Natur ist die Kirche Satans‘, sagt sie. Wir sehen die Antipoden von Menschlichkeit, Mitgefühl, Liebe, Trost und Sanftmut. Man könnte diese Liste noch beliebig fortführen. Dabei wirken die biblischen Anspielungen eher als Belustigung. Sie sind vielmehr ein Feigenblatt für die Darstellung von unvorstellbaren Qualen.
    Wir sehen eine Welt, in der Tiere sprechen und der Mensch dem Menschen ein Wolf ist. In einem Zustand der Raserei entledigt er sich seiner Geschlechtsorgane und vernichtet damit seine eigene Zukunft. Soll das ein Leben ohne einen barmherzigen Gott sein? So der Titel! ?
    Dann wäre es ja letztlich sogar eine Werbung für den Glauben. Unvorstellbar hart. Im zweifacher Hinsicht bildgewaltig.

  • Ekelhaft oder Kunst?
    Als ich von diesem Film hörte dachte ich an einen Psychofilm der commerziellen Sorte. Ich erwartete nicht sehr viel von diesen Film. Als ich ein bisschen darüber im Internet nachgelesen habe dachte ich es wäre eine Saw-Hostel Mischung mit einen Hauch von Hollywooddrama...
    Und dann hab ich ihn mir angesehen und ich war schockiert... ich habe schon sicherlich viele grauenhaftere szenen wie in diesem film sehen, doch diesmal war es das erste mal das ich mich fast übergeben musste.. in anderen filmen sieht man einen teil der grauens und dann wird die kamera weggeschwenkt.. hier zeigt trier alles.. nicht übertriebenes geschrei und 100 liter tomatensauce sondern genau richtig..

    trotztdem ist dieser film von der Kunstseite betrachtet ein meisterwerk.. mit all den hintergründen, der symbolik ec..
    doch nichts desto trotz unnötige brutalität, unnötig viel sex..
    wenn ich mir einen sadomasoporno ansehe ist der noch harmloser wie das was sich hier abspielt...
    die szene wo sie an ihm masturbiert und blut aus seinen penis spritzt ist meiner meinung nach eine abgeklatschte kopie der kurzen clips die auf den schulhöfen rumgehen damit die kleinen jungs sich betteln können wer die grauenhafteren sachen am handy hat.

    natürlich stellt sich hier die frage kunst oder ekelhaft?
    ich weiß nicht ob alle von euch nitsch oder wie man den psychopaten auch immer scrhreibt kennt. der tierblut nimmt, es gegen eine leinwand schüttet und für so ein bild irrsinnig viel geld verdient.. kunst ist das meiner meinung nach nicht weil ich wenn ich in eine ecke, sorry wenn ich mich hier so ausdrücke, in eine ecke scheiße ist das ja demnach auch kunst.

    natürlich ist alles kunst darüber brauchen wir nicht diskutieren.. aber meiner meinung nach ist dieser film eine fantastische mischung dessen war nicht definieren können.

    Doch für mich ist er kein Film von Klasse..

    Denn er fasziniert mich nicht, ich ekle mich vor ihn. Es ist kein Film wo man sagt, wow der war echt gut. Nicht weil er so brutal ist sondern weil so viel unsinn in diesen film steckt.. sachen die nicht zusammen passen...

    also 2 von 10 Sternen

  • ......
    ...ein absolutes Kunstwerk, von teilweise fast unerträglicher Intensität und Drastik, phantastischen Schauspielern und ebensolchen photographischen Bildern, poetisch, rätselhaft, mit einigen sehr sehr schmerzhaften Szenen, deren Brutalitäen jedoch fast zwangsläufig erscheinen, unbedingt ansehen und die Litaneien des Herrn Tuvok prinzipiell ignorieren....

  • Geschlechtsteile
    Sieht man auch weibliche Geschlechtsteile? Und wenn ja, wie lange und in Zeitlupe, etc.? Sieht man die Klitoris, wie sie verstümmelt wird? Sieht man die Vagina beim Eindringen am Anfang des Filmes?

  • Werbefilm
    Der Film ist ein Werbefilm des Vatikan! Da sieht man, was raus kommt, wenn jemand von Psychologen "behandelt" wird. Jeder normale Mensch wendet sich von Antichrist ab, und ... ist wieder ein braver Christ!

  • Böse - Teil 5
    Der Film will meiner Meinung nach nur schocken er hat wenig Handlung er ist nicht lehrreich er ist kein Horror Popcorn Film, nein er ist einfach nur grauslich und unnötig aber dafür höchst seltsam, fantastisch irgendwie und ja so einen Film gab´s bisher noch nie. Ach ja, sie hat eine Anomalie der Trauer, so nennen Psychofuzzis dass was sie im Film hat. Und Ihre Dissertation hieß Gynozid, ja nicht Genozid.

    Jetzt ist es natürlich so dass der Film eine Art Arthaus Film sein könnte, und wenn man sich wegen der Symbolik fragt, da war so ne Szene mit 3 Bettlern, Figuren die am Tisch standen als der Sohn runter stürzte. Die 3 Bettler sind wieder da, in Gestalt von einem Fuchs der spricht, einem Reh dass ein Kind Kriegt und davon läuft was grauslich aussieht und einen Rabe der nicht sterben kann. Er hat dann aber im Film Ihr Geheimnis entdeckt, sie fühlte sich verlassen von ihm er fühlt sich betrogen von Ihr, weil sie weg lief, weil sie auch dass Gras nicht gefühlt hat, zerstückelt sie seinen Schwanz, bindet einen Mühlstein an sein Bein, er soll sterben die 3 Bettler kommen ja wieder, 3 mystische Affen blind, taub und nix reden, und dann kommt eine Schar Pilger den Wald rauf.

    Was den Film zu einem Kunststück macht ist die Kinematografie wie in einem Stummfilm, ein Fuß der steigt, ein Gras dass blinzt, Szenen wie aus einem Kunstbuch für Fotografie Fortgeschrittenen. In Wirklichkeit gibt es eigentlich 2 Möglichkeiten dass zu bewältigen Trauer in Form von Depressionen und Drogen oder wenn dann die Ex Mutter zu einer sadistischen Sau wird weil sie meint er ist schuld, wieso z.b. sieht man ein kleines lebendes Küken von Ameisen zerstückelt und von einem Adler gefressen? Nein dass ist nicht nötig aber es ist faszinierend, Discovery Tier Channel für 18 Jährige. Das Küken ist dass Junge vom Adler, der ist Kannibale und frisst seinen Sohn, eine Anspielung auf Willem Dafoe im Film?

    Was funktioniert noch in echt? Sie will nicht mehr leiden sie gibt Ihm die Schuld weil er nicht so leidet wie sie, darum muss er leiden und dass geht nur mit Gewalt. Man sagt der Film ist eine Abkehr zum Sex, Sex ist schuld an allem übel der Welt, ja dass ist psychologisch aber keine Message die leicht noch dazu verdaulich ist, ne Sex ist Schuld, er soll leiden und als sie sich Ihre Klitoris verstümmelt, gibt sie bekannt sie ist schuld, aber nicht in Depressionen will sie leiden sondern in Verstümmelung der kurze Schmerz gegen den langen dass ist besser.

    Der Film vermittelt anfangs eine sympathische leicht genervte Frau gegenüber einem Mann der kein Gefühl hat, aber dann ist es umgekehrt, der Streit fängt an im Film, Eden, Ihr Eden ist der Katalysator für die Angst, Emotionale Ereignisse verbindet sie mit dem Ort, dem Häuschen sie fühlt sich bedroht, sie hat Angst, die Angst rettet Ihr dass Leben sie flüchtet, aber sie will die Flucht nicht, den Schrei des Kindes den sie hörte ist nur ein Gedanke.

    Was sagt der kluge Arzt über den Film? Aber Hexenaustreibung durch Therapie gelingt nicht, die Hexe muss getötet werden. Lars von Trier, der katholische Konvertit, steht in der Linie der Künstler der Romantik, die, wie Clemens von Brentano, erschreckt von einer gottlosen Welt, die Flucht in einen Glauben antraten. Was damals ein metaphysisches Zittern war, ist heute im Alltag angekommen: Wo gibt es noch das Gute in der Welt, wenn nicht, als letzte Bastion, in der Fürsorge der Mutter für ihr Kind? Es wäre interessant zu erfahren, was Papst Benedikt zu diesem Film sagte, wenn er ihn denn schauen würde.

    Warum spielt man am Anfang Lascia ch’io pianga von Händel? Ich weiß nicht. Das Finale ist schlimm, Blut Erde und Schweiß und Dreck.

    Was ich davon persönlich halte?
    Dreck, 20 von 100 Punkten, einfach mist, Künstlerisch gesehen 80 von 100

  • Dämonisch - Teil 4
    Dort fragt sie der Mann, ob sie ihn umbringen wollte. „Noch nicht“, entgegnet seine Frau, jedoch stünde das Erscheinen der „Drei Bettler“ bevor, was den Tod eines Menschen fordere. Schließlich bittet sie ihn, sie zu halten und schneidet sich mit einer Schere die Klitoris ab.

    Ja schon harter Tabak? Was macht von Trier? Der Typ ist ein grausames Tier. Er war damals seelisch krank, er hatte Depressionen, und er hat sich gedacht he machen wir diesen Film. Er hat den Film komisch gemacht, nicht Mal geschafft dass er einen empfängt wegen dem Casting, irgendwie dass Drehbuch geschrieben hat, ja er wollt den Film analytisch angehen.

    Vielleicht noch wissenswert wenn man sich für den Film interessiert. Das Budget des Films betrug etwa 11 Mio. US-Dollar, von denen Det Danske Filminstitut 1,5 Mio. aufbrachte, die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen steuerte 1,3 Mio. bei. Als weitere Geldgeber fungierten, neben Von Triers eigener Produktionsfirma Zentropa, Film i Väst, Lucky Red, Liberator Productions, Slot Machine, ZDF, Canal+, DFFF, Nordisk Film & TV Fond, CNC und ARTE France. Der internationale Vertrieb wurde von TrustNordisk übernommen.

    Eigentlich wollte ja Lars die hübsche EVA Green haben, aber die Agentur hat sich geweigert, Lars war sauer und hat sich für Charlotte entschieden. Dafoe war auch die spätere Wahl der hat den Film machen wollen ja es gibt da wohl so ein schwarzes Brett in Hollywood wo man sieht was wer für einen Film macht.

    Als Einschulung sahen sich die Typen an den Film „Der Spiegel“ von Tarkowsky aus 1975. Dazu „Der Nachtportier“ aus 1974, der ja auch so ähnlich ist, lauter kranke Filme für mich. Außerdem informierte sich Dafoe für seine Rolle über Psychologie und Konfrontationstherapie, wozu von Trier ihm Verhaltenstherapeuten der Columbia University zur Seite stellte. Die Anfangsszene wurde mit einer Kamera gemacht die 1.000 Bilder in der Sekunde macht. Mehr als ich mir vorstellen kann.

    Was ich nicht verstehe wieso sieht man ein Reh dass ein Junges hat, dass aus dem Hintern raushängt, dass Reh läuft davon nichts von Bambi Image, ja wieso ist dass Bild da, eine Mutter mit Ihrem Neugeborenen im Hintern, ja wieso denn? Wozu dass im Film? So was ist grauslich. Bei den Sexszenen die meiner Meinung nach unappetitlich waren und dem Film „Romance X“ ähnlich kommen, wurden professionelle Pornodarsteller verwendet, die Von Trier vor allem einsetzte, um die Privatsphäre der Darsteller zu wahren und zu vermeiden, dass die Sexszenen allzu sehr vom eigentlichen Film ablenken.

    Wenn Ich den Film bewerte tu ich mir schwer, es ist Spannung da wenn Willem sagt, he du musst es aushalten wir gehen jetzt zu dem Haus wo du mit deinem Sohn warst und sie läuft weg, sonst ist der Film nur ein Kammerspiel, 2 Leute, viel Sex, viel Gewalt, dass war es eigentlich, nicht viel Dialog, mir persönlich hat der Film nicht gefallen aber leider fasziniert. Ein Jahr ist es übrigens her im Film halt, wo Charlotte im Film eine Dissertation über mittelalterliche Hexenverfolgung geschrieben hat.

  • Sex und Gewalt - Teil 3
    Im Kapitel 3 geht es um Verzweiflung, Es geht zu „Misery“ sie hat Angst dass er sie verlässt, sie verprügelt ihn blutig mit einem Holstück, absolut real, absolut blutig, grausam, man sieht dauernd Bilder von Masturbation dazwischen, man hörte ihn vorher reden wie er sie therapiert, wie sie im Wald ist, wie sie im dunklen düsteren Wald umhergeht, und dann sieht man Sex, viel Sex, aber nur kurze harte Szenen, in SW Kunstbildern in Farbbildern, man hört sie reden, Leute erscheinen in Rückblenden und man erfährt Ihre Gefühle.

    In einem Interview spricht Lars von Trier über die kognitive Therapie, die er selbst seit zwei Jahren anwendet, um seine Depression zu bekämpfen. Panik soll durch Erfahrung bekämpft werden. Es ist die gleiche Therapie, die in Antichrist angewendet wird. Da jedenfalls vom Therapeuten an seiner eigenen Frau, obwohl man ja keine Angehörigen therapieren soll.

    Es heißt, dass Anthony Dod Mantle der Kameramann war bei dem Film und bei „Slumdog Millionär“. Der Prolog ist ja schon so grausig, er hat die Kamera genau hingehalten dann wieder nicht dann wieder schon man will wissen wie es weiter geht aber man ekelt sich, ich will sehen wie dass Kind am Beton zerschellt wie dass Blut spritzt, dann wieder nicht, Freundin heult, andere Frauen auch. Ich komme mir vor wie in einer Achterbahn.

    Er sagt dass sie sich im Wald vor dem Häuschen auf die Pflanzen legen soll, Rückblenden ein genauer Hingucker, man sieht in Ihren Geist. Wieso macht er das, wieso fragt er wie es um sie aussieht, wieso ist dass so kompliziert in den Geist einzudringen? Absolute Suggestion.

    Antichrist feierte seine Uraufführung im Wettbewerb der 62. Filmfestspielen von Cannes und startete am 20. Mai 2009 in den dänischen Kinos. Der Kinostart in Deutschland und der Schweiz war am 10. September 2009. In Österreich ist er für den 5. November 2009 angesetzt.

    Was wie weitergeht? Die Natur um die Hütte zeigt sich jedoch zunehmend bedrohlich: nachts prasseln Eicheln unaufhörlich auf das Hüttendach, morgens sitzen blutsaugende Zecken auf der Hand des Mannes, auch begegnet er im Wald einem Reh mit einer Totgeburt, sowie einem Fuchs, der sich selbst verschlingt. Mit der Zeit wandelt sich die Verfassung der Frau: nach und nach legt sie ihre Furcht vor der Natur ab, jedoch wird sie zunehmend gereizter und abweisender gegenüber ihrem Mann.

    Beim Durchstöbern der Hütte findet der Mann auf dem Dachboden die unvollendete Doktorarbeit über Hexenverfolgungen und Frauenmorde, zusammen mit Darstellungen der Folter, Verstümmelung und Verbrennung von Frauen. Als der Mann die Frau auf seinen Fund anspricht, gesteht sie, dass sie alle Frauen für von Grund auf böse halte. Durch einen Zufall kommt der Mann zu der Erkenntnis, dass seine Frau ihren verstorbenen Sohn im letzten Sommer in Eden körperlich misshandelte, indem sie ihm die Schuhe seitenverkehrt anzog.

    Das Zerwürfnis der Eheleute gipfelt schließlich darin, dass sie ihn niederschlägt, mit einem Holzblock seine Hoden zerschmettert, ihm, nachdem er in Ohnmacht gefallen ist, ein Schleifrad ins Bein schraubt und anschließend den Schraubenschlüssel fortwirft.
    Der Mann versucht zu fliehen, was jedoch durch das Rad in seinem Bein verhindert wird. Er versteckt sich vor seiner Frau in einem Fuchsbau, wo ihn jedoch ein vermeintlich toter Rabe durch lautes Krächzen verrät. Seine Frau findet ihn und schlägt mit einem Spaten auf ihn ein; Stunden später gräbt sie den verschütteten Gatten reumütig und unter Schluchzen wieder aus und bringt ihn zurück in die Hütte.

  • zu Brutal - Teil 2
    Allerdings wird mir zu Ende sehr unwohl, nicht übel, ne dazu habe ich zu viel gesehen aber unwohl, denn die Bilder, die düstere Intensität, dass Kammerspiel des neuen Adam und der geilen EVA, die Gewalt, die Szenen mit dem Sex, all dass, sind Dinge die nicht in ein Kino passen. Ja Dafoe und Charlotte haben den Oscar verdient, der Film sollte im Müll landen, er ist einfach düster, er ist so was wie „Irreversibel“ ein Film der für mich extrem beklemmend war, ich hasste den Film auch, so was wie „Ken Park“ oder „Menschenzoo“ Filme die auf DVD von einer neuen Edition verkauft werden wo auch „Die 120 Tage von Sodom“ erschien der erste Film der Art von Filmen die dir nicht angenehm sind. Wieso muss ich sehen wie Dafoe 20 % des Filmes auf seiner Freundin liegt, sie vögelt, wo ist die Trauer im Film, deren Sohn ist tot, ja sicher ist die Frau gestört und verstört, aber wieso dauernd Sex?

    Ob der Film eine Empfehlung ist muss jeder selber entscheiden der Film ist höchst verstörend, er macht dein Hirn mürbe und er ist krankhaft. Auch könnte man Fragen. Ist dieser Film eine Beleidigung für die Zuschauer? Eine Attacke auf eingeschliffene Sehgewohnheiten und andere Konventionen des Kinos? Eine Provokation um der Provokation willen? Oder steckt doch mehr dahinter? Lars von Triers Antichrist ist ganz sicher eines – eine Tour de force für den Zuschauer.

    Gehen wir zu Kapitel 1, Er ist Therapeut, sie ist im Spital, sie ist voller Trauer, sie ist nervlich am Ende, er will sie selber therapieren, sie haben beide oft Sex, er geht in Ihre Psyche, sie ist zusammengebrochen er will raus finden wieso sie sich so schlecht fühlt und kommt auf vieles drauf was er von Ihr nicht weiß.

    Er flieht mit Ihr in die Gedankenwelt eines Waldes den er Eden nennt wo sie Mal mit Ihrem Sohn war, und um den Schmerz zu bekämpfen fährt er mit Ihr in den Realen Wald in dass reale Häuschen wo sie gemeinsam versuchen den Schmerz des toten Sohnes zu erkämpfen.

    Dann kommt Kapitel 2, da geht es um die Angst die man hat wenn man alleine ist, sie ist alleine im Haus, er hat sie sitzen lassen als Form der Therapie, er hat auch was zu tun doch wieso sieht man und hört man Geisterhafte Geräusche, der Film nagt jetzt schon an meinen Angstrezeptoren, und sie sieht verstümmelte Tiere, was mich an einen Horrorfilm erinnert, aber nicht an einen plumpen, die Darstellung der Tiere die Gewalt ist so gemacht dass man sich einfach denkt, he geil, arg, mir tut dass weh, dass sind arge Bilder aber schöne, die Geilheit des Todes wird hier präsentiert.

  • Dreck - Teil 1
    Mit dem Zusatz Junior wäre der Film eine super Verarschung, aber schnell nach der ersten Minute vergas ich, ne halt, nach den ersten 10 Sekunden vergas ich meinen Gedanken denn mir blieb dass Lachen irgendwie stecken. Ich dachte mir ich sehe mir einen Horrorfilm an, was ich mir schon lange nicht mehr angesehen habe, weil ich diesen ganzen Dreck von Leute aufschlitzen nicht mag, ja wo war ich, Essen blieb stecken Freundin schluckt. Nun der Film fängt an als Willem Dafoe eine Oscarverdächtige Rolle mit seiner Freundin vögelt, 2 Sekunden sieht man seinen Steifen wie er von hinten in seine Freundin Charlotte Gainsbourg eindringt, in SW Bildern und einer Hochgeschwindigkeitskamera gefilmt. Also alles ganz langsam, ästhetisch, Bilder die ich eigentlich nicht sehen will weil sie mir für einen Kinofilm zu intim sind. In einem Pornofilm zu Hause mit der Freundin auf der Rechten Seite, Ihrer Hand auf mir, ja dass ist was anderes, aber in dem Film ist dass so deutlich, he ich bin auf so was nicht vorbereitet.

    Während die Waschmaschine läuft, dass Paar sich in der Dusche vergnügt, klettert Ihr kleiner Sohn aus dem Gitterbett raus, klettert auf dass Fenster und stürzt fröhlich in den Schnee auf den Asphalt, 10 Meter tief, Sofort Tod. Danach fängt dass Kapitel 1 an.

    Wer sich noch an Lars von Triers Film „Breaking the Waves“ erinnert, der ist weit aus intensiver und wem die Charlotte in „Science of the Sleep“ gefallen hat, die Frau verdient einen Oscar, alleine schon wegen der Darstellung Ihrer Trauer. Eigentlich hat mich ja der Film auch interessiert, ich las zuvor nichts, weil man hört dass in Cannes der Film hoch ausgezeichnet wurde, dass Publikum sich aber nicht so wie hier beherrscht sondern oft laut buhte, und einige Leute, fast die Hälfte den Saal verließ und der Rest war verstört und blieb sitzen.

    Der Film hat es eigentlich ziemlich in sich, er ist in Kapitel gegliedert, die ersten 2/3 ist es ruhig dann passiert es, ein unverständliches Feuerwerk voller Schöner verstörender kaputter Bilder die von „Hostel“ ähnlichen Kranken Szenen bis zu Pornosequenzen reichen, rast der Film durch deinen Schädel wie ein Krebserregender D-Zug auf dem Japanischen Hochgeschwindigkeitszug.

    Was viele an dem Film verständlicherweise abstößt ist die absichtlich gesetzte oft auftauchende Symbolik auf Satanismus, auf Hexenwahn auf Verfolgung und Verbrennung aber nur wenn man sich auf die Bilder einlässt nichts anderes denkt, kein Popcorn frisst und einfach die Gedanken mit dem Film verschmilzt, so ne Art Eintopf a la „eXistenz“ auch für mich ein Drecksfilm.

    Was ich an dem Film nicht verstehe, man sagt die Gewaltszenen sind nicht Selbstzweck, sie sind nicht da um dich aufzugeilen du dreckiger Gorehound, sondern sie sind da, um die Handlung im Film zu unterstreichen, um fehlende Handlung mit Gewalt, Pornografie und Blut zu durchsetzen. Nun bei „Hostel“ kann ich dass verstehen der Film lebt einfach von Gewalt, der Film hier, ist meiner Meinung nach unnötig. Bilder die an JESUS erinnern wie er auf Spinnen gekreuzigt wird, so was denke ich mir, bei den düsteren Bildern, der Film ist mir zu satanisch und bevor ich aber aus dem Saal gehe und dem Verleiher ins Gesicht spucke und ihm sage dass der ganze Film ein dreckiger beschissener Satanischer Scheißdreck voller Gewalt, Lügen und Esoterischer Pornografie ist, bleibe ich sitzen weil ich noch nie raus lief und einfach neugierig bin.