Barabbas

 1953
104 min.
Barabbas

1951 wurde Pär Lagerkvist mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, wohl auch für den im Jahr zuvor erschienenen Roman Barabbas, in dem an Hand jener Figur, die statt Jesu zu Pessach ihr Leben geschenkt bekam, fundamentale Fragen von Gut und Böse verhandelt werden. Barabbas wäre gerne Christ. Doch er kann die Unbedingtheit des Glaubens dieser Menschen nicht verstehen; und was er nicht verstehen kann, das kann nicht wirklich sein. Und auch wenn er sich am Ende seines Lebens opfert für die Christen, so macht sein Tod ihn allein zu einem einsam Leidenden – denn Barabbas kann und will sich nicht hinwegsetzen über all das Dunkel in der Welt. Barabbas ist eine Art (proto-)existentialistischer Antiheld, was ihn zu einem perfekten Sjöberg-Charakter macht. Barabbas geriet dem Meister zu einem Monument, wie man es seit den 1950ern im Kino kaum mehr sieht: Spektakel-Sinnlichkeit und tiefste intellektuelle Versenkung finden sich hier zu einem bezwingend gebildet-ergreifenden Ganzen. (R.H.)

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Ulf Palme, Georg Årlin, Hugo Björne, Eva Dahlbeck, Sture Ericson
Alf Sjöberg
Alf Sjöberg

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