Bastards of the Party

 USA 2005
Dokumentation 95 min.
8.20
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Aufgewachsen im Stadtteil Athens Park von Los Angeles, war Cle Shaheed Sloan vier Jahre alt, als sein Vater starb. Er war zwölf, als er als Cle «Bone» Sloan ein Mitglied der berüchtigten schwarzen Gang der «Bloods» wurde. Nun blickt er in Bastards of the Party auf mehr als fünf Jahrzehnte Ganggeschichte in seiner Heimatstadt zurück. Damals unmittelbar an der Gewalt beteiligt und inhaftiert, wollte Sloan aufgrund seiner persönlichen Geschichte herausfinden, wo die Ursprünge des Bandenwesens in Los Angeles zu suchen wären. Während er das Thema genauer recherchierte, entdeckte er, dass die Wurzeln der schwarzen Gangs innerhalb einer ganz bestimmten politischen Landschaft gebildet wurden. Bastards of the Party verfolgt nun diese Entwicklung: Er beginnt in den späten 40er Jahren, beobachtet die Auswirkungen der gespannten Atmosphäre der 60er Jahre und verfolgt die Entwicklung bis zum Zusammenbruch der Gemeinschaft in den 80er Jahren sowie dem kurzfristigen Waffenstillstand zwischen den Gangs nach den «Rodney King Riots» des Jahres 1992. Zahlreiche Interviews liefern dabei den erklärenden Hintergrund zum Film: Cle Shaheed Sloan sprach nicht nur mit ehemaligen und derzeitigen Banden-Mitgliedern, sondern zu Wort kommen auch der frühere FBI-Agent Wes Swearingen und vor allem der Historiker Mike Davis, dessen Buch «City of Quartz: Ausgrabungen der Zukunft in Los Angeles» der Auslöser für Sloans eigenes Projekt war. Ich möchte nicht als Opfer dargestellt werden, aber betrachten wir einmal die Soldaten, die aus dem Irak zurückkehren. Ohne psychologische Hife haben diese ein riesiges Problem, sich in der Gesellschaft wieder zurechtzufinden. Wir hatten nie so einen Luxus. Und dieser Krieg herrscht schon seit 1969. (Cle Sloan)

(Text: Viennale 2008)

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Cle Shaheed Sloan
Haskell Wexler
Cle Shaheed Sloan

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