Schwarze Narzisse

 GB 1947

Black Narcissus

Drama 100 min.
8.00
film.at poster

Ein Fest für Augen und Ohren, wie jedes große Melodram auch eine große musikalische Erzählung.

In unfassbarer Klarheit leuchten die Farben in diesem Technicolordrama, für das der legendäre deutsche Art Director Alfred Junge den Himalaja in den britischen Pinewood Studios wiederauferstehen ließ. Hier, weitab der Zivilisation, wollen fünf Ordensschwestern, Wind und Wetter, Fremdheit und fleischlicher Versuchung trotzend, eine Missionsstation errichten.

Ein Film fiebriger, exotischer Kontraste und mühsam unterdrückter Spannungen. Sich entzündend am Weiß der Nonnenkleidung, explodieren die goldbraunen Farben Indiens wie überreife Früchte. Das sensuelle Potential seiner Schauspieler habe Powell, so David Thompson, mit zurückzuckender Ekstase behandelt, als wäre die unter den Eisgipfeln des Himalaya angesiedelte Gothic Romance von einer durch Abstinenz halb verrückten Nonne inszeniert. (filmmuseum)

Details

Deborah Kerr, Sabu, David Farrar, Jean Simmons, Flora Robson ua.
Michael Powell, Emeric Pressburger.
Michael Powell, Emeric Pressburger, nach dem Roman von Rumer Godden

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Nonnen im Himalaja
    Ein etwas angestaubter Film aus dem Archiv der vierziger Jahre, als Hollywood auf der Fernostwelle schwamm. Deshalb auch die malerische Bergkulisse des Himalaja. Die Romane von Pearl S. Buck weckten damals das Interesse für China und richteten das Augenmerk der Kinogänger auf diese ganze Region. Vieles kommt uns heute recht betulich vor und die Figuren sind ziemlich klichéhaft. Sie pendeln mit ihren Aktionen zwischen einem heiligen Mann und einer Art Wildhüter hin und her. Der engelgleiche Gesichtsausdruck von Schwester Oberin Deborah Kerr dominiert zwar die Szene, wirkt aber eher einschläfernd. Der einzige Lichtblick ist die noch ganz junge Jean Simons, die als Einheimische etwas Exotik einbringt. Die abtrünnige Nonne wirkt heute etwas lächerlich mit ihrem diabolischen Blick. Trotzdem gab’s damals zwei Oscars. Nicht für die Schauspieler, die Regie oder das Drehbuch - wirklich nicht - sondern für Kamera und Ausstattung.