Blutsfreundschaft

 A 2009

Initiation

Drama 06.11.2009 ab 16 95 min.
5.70
Blutsfreundschaft

Der 16-jährige Axel überfällt mit seiner Neonazi-Clique eine soziale Einrichtung und taucht daraufhin beim 80-jährigen homosexuellen Wäschereibesitzer Gustav Tritzin­sky unter.

Der 16-jährige Axel überfällt mit seiner Neonazi-Clique eine soziale Einrichtung und taucht daraufhin beim 80-jährigen homosexuellen Wäschereibesitzer Gustav Tritzin­sky unter. Dieser deckt den Jungen, weil er ihn an seine große Liebe erinnert, die er während der NS-Zeit an die Gestapo verraten hat. Doch Axels Gang ist mit der sich entwicklenden Freundschaft zwischen den beiden alles andere als einverstanden. Ich betrachte die Neonazis, so brutal und abstoßend sie auch sind, von einer Posi­tion aus, die vorwiegend ihre Hinter- und Beweggründe beleuchtet. Dies geschieht am Beispiel des Hauptprotagonisten, eines 80-jährigen Homosexuellen, der in der Nazizeit seinen Partner verraten hat. Er hat Schuldgefühle, mit denen er sein ganzes Leben lang nicht fertig wird. Sein bester Freund, ein Transsexueller, ist seine einzige Freude im Leben. Blutsfreundschaft erzählt eine Geschichte, die jeder nachempfinden kann, die jeden einzelnen von uns bewegt und uns nahegeht. Ich habe das Thema der vergessenen, älteren homosexuellen Gesellschaft bereits in meinem Film Knutschen Kuscheln Jubilieren behandelt. Für mich war es wichtig, dass die Geschichte in Wien spielt, denn hier bin ich auf jede Menge ausländerfeindlicher und rechtsradikaler Leute gestoßen, die von der Öffentlichkeit größtenteils unbemerkt bleiben. (Peter Kern)

(Text: Viennale 2009)

Details

Helmut Berger (Gustav Tritzinsky), Harry Lampl (Axeb| Melanie Kretschmann (Jacob / Christina Thürmer), Manuel Rubey (Snoopy), Michael Steinocher (Lippi), Matthias Franz Stein (Wolfi), Oliver Rosskopf (Peter), Heribert Sasse (Willi), Gregor Seberg (Dr. Kraake)
Peter Kern
Boris Fiala, Andreas Hamza
Peter Röhsler
Peter Kern nach einer Idee von Frank Maria Reifenberg
Stadtkino Wien
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Grottenschlecht und langweilig
    Klischees ohne Ende, technisch schlecht gemacht, schlechte Schauspielerführung, plakatives Drehbuch, eine Peinlichkeit nach der anderen. Hoffentlich waren keine Fördergelder in diesem pseudopolitischen Anbiederungsversuch. Im übrigen würde mich interessieren ob dieser "Regisseur" mal imstande ist, sich auch anderer Themen anzunehmen als immer nur Homosexualität. Wogegen prinzipiell nichts zu sagen wäre, wenn`s denn nicht jedesmal so schlecht inszeniert wäre. Kunst kommt von Können. Und Kern kann leider gar nix außer arrogante Statements zu verfassen und verzweifelte Bemühungen zu unternehmen in die Politik zu gehen - was Gott seis gedankt - verhindert wurde. Nicht mal ignorieren.

    Re:Grottenschlecht und langweilig
    warum andere Themen, solange es sie herr kr gibt. sie sind ein filmvernichter, weil sie hassen und weh tun wollen. einer dieser vielen menschen die hilfe brauchen. deshalb werden sie film für film vorgeführt werden. schön rauskotzen ihre mittelmäßigkeit.

    Re:Grottenschlecht und langweilig
    ich wollte sie nur auf 3 neue peter kern filme aufmerksam machen, die bald in die kinos kommen. übrigends alle mit viel viel fördergeld, hauptsächlich mit dem ihren.

  • Gut gemeint...
    ... ist meistens das Gegenteil von gut gemacht. Leider trifft das auf diesen Film auch zu. Die Idee zur Geschichte, der Plot selbst, könnte interessieren; hat er auch, denn sonst wäre niemand auf die Idee gekommen, sich diesen Film anzusehen. Allerdings bleibt manches auf der Strecke - Nachvollziehbarkeit, Objektivität, Schlüssigkeit der Handlung - um nur ein paar Details zu nennen. Es passiert zu viel Schwarz/Weiß Malerei - die Neonazis sind vordergründig blöd-brutale Schläger (ich finde es gefährlich, solche Gruppen zu unterschätzen), die Homosexuellen sind vordergründig tuntig und schräg (ich finde es langweilig, wenn immer wieder Klisches bedient werden) - und zu wenig differenzierte Auseinandersetzung mit dem sensiblen Thema. Und das Schlimmste - der Film ist langweilig. Traurig.

    Re:Gut gemeint...
    habe ihre schmarren gelesen. hier zur information, der film wurde in 21 länder verkauft. solange sie sich hinter marion n. verstecken ist ihre meinung nur lächerlich und traurig über soviel verlogenheit.