Cinema, Aspirinas e Urubus

 Brasilien 2005
99 min.
7.40
film.at poster

In seinem Lieferwagen hat Johann einen Werbefilm für Aspirin, einen Projektor und Aspirintabletten, die er staunenden Menschen im Nordosten Brasiliens verkauft, die weder Kino noch Medikamente kennen. Johann ist auf der Flucht vor seiner Heimat, die die Welt in einen Krieg verwickelt hat. Auch der Anhalter Ranulpho flieht: vor der Dürre im Süden des Landes. Die beiden Männer werden Freunde - doch dann erklärt Brasilien Deutschland den Krieg ...

Ein episches Roadmovie begleitet von sparsamen Dialogen mit Bildern der Einsamkeit und Verlorenheit.

Details

João Miguel, Peter Ketnath, Madalena Accioly, Jeane Alves, Daniela Câmara, u.a.
Marcelo Gomes

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Johann und Ranulpho
    Wenn ein Film wie dieser nicht gerade mit einer prallen Handlung gefüllt ist, Action-Szenen völlig fehlen und die Bilder den Zuschauer auch nicht gerade vom Hocker reißen, dann muss man sich ihm wohl anders nähern, wenn er nicht schlecht ist. Und das ist er keineswegs. Etwa so: ’Das Leben ist eine Reise’ oder ’Es gibt tatsächlich noch echte Männerfreundschaft’. Vielleicht ist es aber auch einer der vielen südamerikanischen Filme, die zeigen, wie eng die Deutschen und der 2. Weltkrieg mit diesem Teil der Welt verbunden waren? Dadurch kommt sogar so etwas wie Spannung auf. Egal! Die unterschiedliche Lesart ist individuell möglich. Und der Titel ist ein Sammelsurium des Inhalts, wobei die Geier nur ganz kurz am Ende optisch auftreten. Und wenn sie nicht im Titel vorkämen, vollkommen übersehen würden. Bleiben die Atmosphäre und die Langsamkeit als erwähnenswerte Komponenten. Und der Eindruck, dass es auf der Lebensreise letztlich doch nicht vorangeht, weil man sieht dass die Landschaft immer gleich bleibt, unverändert monoton.