Citizen Kane

 USA 1941
Drama, Kultfilme 118 min.
8.40
Citizen Kane

Charles Foster Kane ist Medienmogul und einer der reichsten und einflussreichsten Männer Amerikas. Nach seinem Tod, macht sich ein Reporter auf, dem Geheimnis seines Lebens auf die Spur zu kommen.

In den von Filmkritikern erstellten Listen der besten und einflussreichsten Filmen der Kinogeschichte rangiert Citizen Kane regelmäßig an erster Stelle. Umso erstaunlicher, dass es sich dabei um das Erstlingswerk des gerade einmal 25jährigen Kraftgenies Orson Welles handelt. Welles in Personalunion des Regisseurs, Co-Autors, Hauptdarstellers und Produzent, erzählt darin die Lebensgeschichte des Zeitungsmoguls Charles Foster Kane, eines der reichsten und einflussreichsten Menschen Amerikas. Ähnlichkeiten mit zeitgenössischen Medienzaren wie William Randolph Herst waren nicht ganz unbeabsichtigt.

Der Film beginnt mit dem einsamen Tod Kanes in seinem riesigen, luxuriösen und hermetisch von der Außenwelt abgeschlossenen Schloss Xanadu. Das erste gesprochene Wort ist zugleich das letze Wort Kanes und eine Chiffre für das ungreifbare, unnennbare Motiv, das hinter seinem unglaublichem Machtstreben steht: "Rosebud" (Rosenknospe).

Ein Reporter macht sich auf, um hinter das Geheimnis von "Rosebud" zu kommen und rollt dabei Kanes Lebensgeschichte auf. Wie ein Mosaik entsteht dabei das Bild eines höchst widersprüchlichen Mannes, den niemand, der seinen Lebensweg gekreuzt hat, wirklich zu durchschauen vermochte. Am Ende muss der Reporter feststellen, dass er weder das Geheimnis um "Charles Foster Kane - wie er wirklich war" noch die Bedeutung von dessem letzten Wort geklärt hat.

Es bleibt dem Zuschauer vorbehalten, "Rosebud" am Ende des Films doch noch zu Gesicht zu bekommen und damit zwar einen Schlüssel zu Kanes Motiven, nicht aber die Lösung zu den Geheimnissem seiner rastlosen Seele in Händen zu halten.

Details

Orson Welles, Joseph Cotton, Dorothy Comingore, Agnes Moorhead, Ruth Warrick, Ray Collins, Erskine Sanford, Everett Sloane, William Alland, Paul Steward u.a.
Orson Welles
Bernard Hermann
Gregg Toloand
Herman J. Mankiewicz, Orson Welles

Kritiken

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User Kritiken


  • Schade eigentlich, dass keine Gesamtschau des Welles-Werkes erfolgt: Der dritte Mann etc. Aber vielleicht denkt jemand mal einen solchen Zyklus. Ist eigentlich bekannt, dass Orson Welles das Wiener Kanalsystem nur ein einziges Mal für wenige Minuten betreten hat ? Dort unten stank es ihm zuviel. Der Kanal wurde dann in Hollywood naturgetreu nachgebaut. Weiß man, das Orson Welles Ende der Sechzigerjahre für mindestens ein Jahr in Wien gelebt und gewohnt hat ? Ich sah ihn täglich am Roosevelt-Platz spazieren gehen, dann ging er ins Hotel Regina und verspeiste einen Tafelspitz. Auch in Essauira in Marokko hat er gewohnt. Habe dort die "Orson-Welles-Villa" gesehen, in der man auch ziemlich billig Zimmer mieten kann.
    Für Studenten der Filmgeschichte sicherlich interessante Ansätze. Vor allem, da man nicht weiß, was das Filmgenie in Wien wirklich vorhatte oder machte....