Claire - Sich erinnern an die schönen Dinge

 F 2001

Se souvenir des belles choses

Drama 110 min.
7.20
Claire - Sich erinnern an die schönen Dinge

Seit sie vom Blitz getroffen wurde, leidet Claire (Isabelle Carré) an Gedächtnisschwund.

Seit sie vom Blitz getroffen wurde, leidet Claire (Isabelle Carré) an Gedächtnisschwund. In einer Spezialklinik soll ihr geholfen werden. Dort trifft sie den depressiven Philippe. Er hat sein Erinnerungsvermögen nach einem Unfall verloren, bei dem seine Frau und sein Sohn ums Leben kamen. Einziger Unterschied: Philippes Zustand bessert sich, Claires hingegen verschlimmert sich.

Dank Claire findet Philippe seine Freude am Leben wieder. Beide fühlen sich miteinander verbunden - erst aus Freundschaft, dann aus Leidenschaft. Doch Claires Bewusstsein droht immer tiefer im Vergessen zu versinken. Verzweifelt versucht Philippe, den Verfall aufzuhalten. Er schreibt kleine Zettel, verteilt sie in der Wohnung und versucht durch Berührungen und Worte zu Claire durchzudringen - ohne Erfolg. Schon bald kann Claire ihren Alltag kaum noch allein bewältigen.

Details

Isabelle Carré, Bernard Campan, Bernard Le Coq, Zabou Breitman, Anne Le Ny, u.a.
Zabou Breitman

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User Kritiken

  • Liebeserklärung an Alzheimer
    Der Therapeut hat die Wahl zwischen nutzloser Therapie und der Zulassung einer Liebesbeziehung. Er entscheidet sich für Letzteres. Und so erleben wir den Verlauf der Krankheit. Anfänglich mit viel Humor erzählt, denn uns Außenstehenden erscheint vieles unheimlich lustig, was die Kranken da so von sich geben. Aber nie werden sie lächerlich gemacht, nie schmunzeln wir auf ihre Kosten. Denn mit sehr viel Sympathie für die Kranken führt uns Zabou Breitman in die zweite Phase, in der sich eine zarte Liebesbeziehung entwickelt. Äußerst sensibel erzählt mit viel verständnisvollem Einfühlungsvermögen begleiten wir Claire in die Endphase. Jetzt verwendet sie Wörter falsch: z.B. 'verraten' statt 'erwarten', und erfindet neue: 'vergaren'. Es ist das unaufhaltsame, schrittweise Ausklinken aus der Gesellschaft. Es wird für Claire immer schwieriger, sich zurecht zu finden. Genial die akustische Umsetzung der Kommunikationsunfähigkeit der beiden Liebenden am Ende. Ein ernstes Thema, das mit leichter Hand inszeniert ist. Dieses Liebesdrama berührt einen durchaus mit seiner gnadenlosen Unabdingbarkeit. Als einzigen Trost gibt es nur Claires letzte Notiz 'sich nur an die schönen Dinge im Leben zu erinnern.'