Cocl & Seff 2

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Komödie, Kurzfilm 68 min.
Cocl & Seff 2

Aus heutiger Sicht erinnert die drastische Körperkomik auch sehr an den frühen Karl Valentin, der 1913 erstmals im Film zu sehen war.

Wenn man auch bei der Konzeption mancher Cocl-&-Seff-Streifen eher europäische Schwank- und Bühnen- als amerikanische Filmtradition annehmen kann, so verweist COCL UND SEFF IM TINGL-TANGL (1921) auf einen Ort, an dem sowohl Slapstickkomik als auch frühe Filmprojektion heimisch war. Er spielt in einem zentralen Precinema-Bereich, einer Music Hall, wie den Lettern über dem Etablissement zu entnehmen ist. Fast alle Aufschriften sind auf Englisch, von »Pay office« über »for gentlemen«, »dogs not allowed« bis hin zum Markennamen »Cocl comedy«, was entweder auf ein Abzielen auf den englischen Markt oder ein Imitat desselben schließen lässt. Nur wenige Titel der Cocl-&-Seff-Serie scheinen sich erhalten zu haben, dürfen als vollständig angesehen werden, manchmal fehlen Filmmeter, oft sind nur Fragmente überliefert. Zumeist sind die Streifen simpel in der Gestaltung, scheinen oft grob, die Motion wichtiger als die Emotion. Es ist anzunehmen, dass sowohl Rudolf Walter, Josef Holub als auch andere Personen für die Autorenschaft Pate standen. Die Grundideen mussten prägnant sein, die Handlung rudimentär, aufgebaut auf Situationskomik »im Stile der amerikanischen Grotesken«, die sich jeglichen Einfall der Beteiligten zunutze machten. In vielen Szenarien und Gags ist die Wirkung zeitlos geblieben. Die komischen Ideen entstehen bei Cocl und Seff zwar im Kopf, zielen aber oft auf andere Körperregionen, die im Zentrum manches derben Scherzes stehen.
Man zitierte als filmischen Vergleich zumeist bekannte Namen wie die von Charles Chaplin, Roscoe »Fatty« Arbuckle oder - als Seriengestalter - Mack Sennett. 1949 bezeichnetet eine heimische Zeitung Josef Holub als »österreichischen Harold Lloyd«.

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