Collateral

 USA 2004
Thriller, Action 120 min.
7.60
Collateral

Als Auftragskiller lässt sich Tom Cruise mit dem Taxi zur Arbeit bringen.

Max (Jamie Foxx), ein erfolgloser Drehbuchautor, arbeitet als Taxifahrer in Los Angeles. Ganz klar, dass man dort so einiges erlebt. Aber einen echten Auftragskiller hat er bisher noch nicht befördert. Für Max umso dramatischer, als Vincent (Tom Cruise), sein nächtlicher Fahrgast, sich als ein solcher zu erkennen gibt und ihn zwingt, ihn von einem grausamen Mord zum nächsten zu chauffieren! "Zur falschen Zeit am falschen Ort" verzweifelt versucht Max, der Polizei einen entscheidenden Tipp zu geben. Aber zunächst muss er einen Weg finden, den Killer zu stoppen. Denn der hat bereits ein weiteres Opfer im Visier.
Nervenkitzel und atemberaubende Action im Großstadtdschungel von L.A. - das Highlight von Regisseur Michael Mann (Heat) mit Staraufgebot!

Altersempfehlung: ab 14

Details

Tom Cruise, Jamie Foxx, Mark Ruffalo, Jada Pinkett Smith, Irma P. Hall
Michael Mann
Stuart Beattie
UIP

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Gefährlicher Begleiter
    Die Story ist neu und nicht schlecht aufbereitet: Vincent, ein Auftragskiller (Tom Cruise) als Taxipassagier. Das geht recht flott und nicht unspannend von der Hand. Dabei entsteht sogar eine Art Verhältnis zwischen den beiden, das bis ins Privatleben des Taxi Drivers (Jamie Foxx) hineinreicht. Während Tom Cruise den Killer mimt, freundlich aber eiskalt, spielt Jamie Foxx facettenreicher. Seine Rolle bietet variable Ausdrucksmöglichkeiten und dass macht er gut. Seine Persönlichkeit reicht von aufgeweckt clever bis da-steh-ich-drüber, ist mir schnurz egal. Nur so kann er überleben. Die Kreisform der Handlung ist auch ganz passabel durchdacht und basiert auf der Idee: im Leben begegnet man sich immer zweimal. Bis die Staatanwältin (Jada Pinkett Smith) dann allerdings wieder auftaucht, begegnen wir Jason Stratham per Anrempler sowie Xavier Bardem als stick-verteilendem Ganoven.
    Tom Cruise wirkt am Ende etwas zu heldenhaft überhöht, als er Disney-Qualitäten entwickelt, bevor er dann wie ein lautloser Windfurz abtritt.
    Mal was anderes. Nur gutes Mittelmaß.

  • popcornkino und der realismus
    sicher darf man sich in einem popcornmovie mit "waffengewalt" nicht viel realismus erwarten, aber was hier geboten wird ist schlichtweg schwachsinn, einfach nur blöd. l.a. bei nacht stimmungsvoll eingefangen - keine frage, michael manns wurzeln aus "miami vice" sind irgendwie "erkennbar". tom cruise und MAX spielen wie man es sich von einem 8 euro kinosamstag abend auch erwarten kann - immerhin ist das ihr job - ganz einfach. aber die handlung ist sowas von verblödet und an der realität vorbei dass es streckenweise wirklich weh tat. angefangen von der tatsachen dass sich ein profikiller einen taxifahrer für seine nächtliche tour besorgt - eigentlich müsste man da schon aufstehen und gehen. gibz eigentlich kein 30 tage rückgaberecht wie auf sonst fast alle waren die dem konsumentenschutz unterliegen?? oder zumindest ein umtauschrecht wegen des tatbestandes des "groben unfugs" würd ich mal meinen. oder sagen sie mir welcher mensch auch nur annähernd den druck aushlaten hätte können dem MAX psychisch ausgesetzt war - NIEMAND und möglichkeiten zu fliehen gabs ja wohl genug. oder als MAX der staatsanwältin am telefon sagt sie soll die polizei rufen...is ja nur so ein gedanke aber wieso tat er das nicht...ich glaub die schauen sich ihre eigenen filme nie richtig an...oder es ist ihnen einfach egal....dem großteil der leut wirds schon nicht auffallen. der höhepunkt an dämlichkeit des drehbuchs war aber unsbetritten die szene als MAX für vincent bei felix vorsprach und "eine eintragung ins mitteilungsheft " kassierte...samt usb-stick...ach ja...ich glaube man sollte einfach mehr sport betreiben und sich diese immer zahlreicher werdenden verarschungen der film mafia einfach schenken...boh das war jetzt moralisch...aber es stimmt doch...es rennt doch fast nur mehr schwachsinn im kino...auf jedenfall wenn man sich die vielen kritiken der "audioence" hier auf film.at zu gemüte führt...oder kommt ihr zu einer anderen auffassung??

  • Langweilig und auch gut, 1
    Das Universum besteht aus Milliarden Galaxien. Wir leben auf einem Planeten der so was von unwichtig ist, aber von manchen Menschen als sehr wichtig genommen wird. Viel wichtiger noch ist das Leben das sich hier abspielt. Wir töten uns gegenseitig Tag ein Tag aus, als wäre es das einzige was wir gelernt haben. Wir schicken Tausende Soldaten in den Krieg, nur um andere unschuldige Menschen zu töten, die wir nicht kennen, weinen Ihnen keine Tränen nach, und dann passiert es das ein Auftragskiller ein paar Leute tötet, und die ganze Welt ist auf einmal entsetzt, als wäre es das schlimmste was es gibt. Das ist auch die Meinung von VINCENT (Tom Cruise) der hier eine seiner besten Glanzrollen in seiner Karriere abgibt.

    Nicht zu vergessen den Newcomer MAX (Jamie Foxx), der zwar keiner ist, aber hatl nicht so berühmt wie Tom Cruise. Er spielt den Taxifahrer MAX, der 12 Jahre gearbeitet hat, ständig nur einen Traum hat, ständig nur vor dem TV Gerät sitzt, ständig seinen Traum in eine Ecke verschiebt, und ständig davon träumt es besser zu haben als vielleicht seine Eltern.

    Was mir an dem Film so gut gefallen hat, ist das unwichtige Dinge nicht so stark beleuchtet wurden. Wie oft kommt es bei richtigen Popcornfilmen einfach vor, das die Hauptdarsteller alles mögliche erzählen, einfach nur Blödsinn reden, und ganz und gar nicht professionell sind. Und wenn sie es sind, dann nur mit Hilfe einer Panzerfaust. Und das ist es was auch diesen Film zu einem besonderen macht. Vincent ist mit einer Faustfeuerwaffe bewaffnet. Seine Kraft, Stärke, seine Integrität liegt nicht darinnen das er anderen Leuten seinen Willen aufzwingt, sondern in seiner burschikosen und intelligenten, einfachen und liebenswerten Art, die er and en Tag legt.

    Man würde nie und nimmer vermuten das er ein Auftragskiller ist, der schon seit 6 Jahren seine Arbeit mehr als perfekt macht. Aufgewachsen unter schlechten Umständen, mehr erfährt man nicht, es ist auch nicht wichtig, wie oft er geschlagen wurde, oder wer seine Mutter zum x-ten Male vergewaltigt hat, und da muß ich Michael Mann dem Regisseur von so Bombenfilmen wie ¿Heat¿ oder ¿Der letzte Mohikaner¿ ganz groß lobe. Er hat hier einfach sein bestes gegeben. Der Film ist einfach gut. Er ist spannend, er ist gut gemacht.

    Er ist einfach realistisch. Er hat aber auch seine Längen. Nicht die herrlichen Gespräche der total konträren beiden Hauptdarsteller die mich an ¿Das Schweigen der Lämmer¿, sondern einfach das der Film so ruhig war, irgendwie, er hat keinen Schriftzug anfangs gehabt, fing einfach so an, so wild um sich schlagend, fing er an, im Taxi, in der Nacht, im Auto von Max der eine Nachtschicht fährt. Und das ist irgendwie langweilig.

    Jede Sekunde seines Lebens hat MAX nur eines an sich gehabt das ihn erfreut hat. Oder bei sich gehabt. Eine Postkarte einer Insel, seine einzige Zuflucht, eine Insel in den Malediven, zu die er sich zurückzieht wenn er mal kurz Zeit hat. Und die hat er reichlich, nach jeder Fuhre.

    MAX ist ein Mensch der viele Kompromisse in seinem Leben gemacht hat, der hauptsächlich von seinen Träumen lebt, der ein Mensch ist der lieber plant als etwas in die Tat umzusetzen. Leider für ihn. Und da trifft er eines Tages eine Frau, eine Anwältin wie er bald sieht und hört., Wie er bald auch erfährt weil er lange Zeit mit Ihr geredet hat. Über was? Natürlich über den kürzesten Weg zu Ihrem Büro, da wird gefachsimpelt welche Strecke besser ist. Und das nicht übertrieben, sondern echt gekonnt, denn in L.A wo sich das abspielt ist meistens wie in New York jede Sekunde Geld. In einer Stadt die mit Ihren Vororten 17 Millionen Einwohner hat, wo Leute oft 2 Jobs machen, und auch in der Nacht arbeiten um Ihr karg geführtes Leben zu finanzieren, in einer Stadt wo superreiche Drogenbosse und Wirtschaftsmagnaten leben die sich keinen Pfifferling um die Armut der Mitbewohner scheren.

    Hier lebt und arbeitet MAX, trifft auf ANNIE FARRELL (Jada Pinkett Smith) die auf dem Weg ist einen Fall zu b

    Guter Film, 4
    und man erkennt einfach mehr Unterschiede als bei normalen Filmstreifen. Und dadurch werde viele Szenen intensiver, so auch die Szene wo die beiden einem Kojoten begegnen was irgendwie was mystisch indianisches nachdenkliches an sich hat.

    Auf alle Fälle ein nachdenklicher Film, ein Film bei dem man sich konzentrieren muß, ein selten guter Film aber auch ein langweiliger Film.

    90 von 100

    etwas zu viel Nacht, 3
    Es wird auch sehr gut in dem Film klar, wann MAX seinen Schock bekommt, und ihn als gegebene Sache anerkennt, und trotzdem einige Ausbruchsversuche macht, die sogar zwischen den zweien einige Male in handfeste Raufereien gipfeln, was aber trotzdem nicht so proletenhaft wirkt wie in anderen ähnlichen Filmen, und hier muß man wahrscheinlich die Latte wieder ein bißchen höher legen, an der sich andere Filme mit ähnlichem Thema, die sicher noch folgen werden einfach messen wollen.

    Eigenartig ist das einige Szenen einfach makaber komisch intelligent sind, und das die Chemie zwischen Tom und Jamie sehr gut paßt, und trotzdem wirkt das nicht unnatürlich lustig und nicht passend.

    Sehr gut muß ich mal Jada Pinkett erwähnen die Annie spielt, eine Anwältin, zerfressen von der Sucht nach mehr, nach Geld und Ruhm, und trotzdem sieht man Ihr den Wunsch an aus Ihrem einsamen Leben auszubrechen, wenn sie nur den richtigen Mann finden würde, denn als sie die Visitenkarte Max gibt, eine unglaublich einfache Szene, spürt man in dieser Geste nicht nur den Wunsch sich mal auf ein Bier zusammen zu setzen, von Sex ganz zu schweigen, sondern den verinnerlichten Wunsch, beider Hauptdarsteller sich gegenseitig zu helfen um aus Ihrer Lethargie rausgerissen zu werden, was aber keiner schafft, und da macht auch das nüchterne und gut gewählte Outfit von Annie viel wett, denn sie ist sauber und adrett gekleidet, keine Frau die man mit der Peitsche bedient bei SM Spielen, sondern eher eine erwachsene Prinzessin der man vertrauen kann wenn man ein Problem hat, die aber genauso die Hüllen fallen läßt, wenn es Nacht wird.

    Der Kopf des Drogenkartelles in der Gegend, und der was Vincent den Auftrag gab, FELIX, ein gefährlicher Mann wird auch sehr gut gespielt, doch hätte ich mehr von dem gerne gesehen aber irgendwie, wenn ich nachdenke, was meine Freundin ja gerne sieht, wie Weihnachten, muß ich sagen, das es auch nicht gepaßt hätte wenn man ihn Kokainschnüffelnd auf einer Spiegelplatte nackt liegend gesehen hätte.

    Tom Cruise hat trainiert, mit einem Mitglied des British Special Air Service, Mick Gould, einem Meister in Kampfsport und Waffentraining. Er ist Ausbildner für Filmleute, wenn es um Polizeifilme geht, und er hat im Film Heat schon viel von seinem Wissen weitergegeben.

    Dagegen hat Jamie Foxx wiederum trainiert wie man die Automarke Ford Crown Victoria über die Rennstrecke in Willow Springs fährt, ohne dabei selbst umzukommen.

    In dem Film wurden 17 verschiedene Taxis verwendet, die alle Innen ausgebaut waren, anders, um die verschiedenen Kameraaufnahmen unterzubringen. Natürlich auch wegen den Außendrehs, und wenn man das Taxi von weit weg fahren sah, wurde es eigentlich gezogen, und Jamie hat nur so getan als ob er lenken und fahren würde. Nach 50 verschiedenen Versuchen das Taxi anzumalen wurde übrigens erst die richtige Farbe gefunden.

    Schade war das es so viele Nachtszenen gab, aber das war wahrscheinlich weil das Skript das vorgesehen hat, jedenfalls man glaubt es kaum, es gibt wohl in L.A. das schon so oft abgefilmt worden ist, noch genügend Plätze die man nicht kennt, und so hat sich Michael Man mit einem Trick geholfen. Er dachte sich, wenn ich jetzt eine 35 mm Kamera nehme, dann werden die Bilder lange nicht so gut, klar und schön. Er wollte ja die Dämmerung einfangen, das sie mehr als lebensecht und nicht so kitschig wirkt, man soll viele Einzelheiten auch erkennen können, und so nahm er sich ein Digitales Kameramodell vor, eines das selten ist, das noch wenige benutzt haben. Eine modifizierte Thomson Grass Valley Viper Film Stream Kamera, eine High Definition Kamera. Und die schafft den Trick das dem Zuseher sehen zu lassen, was man mit einer normalen Kamera in der Nacht nicht sieht, wo man einfach vieles übersieht, weil die normalen Kameras die Leistungen nicht haben.
    Die Kamera übrigens nimmt die Farben anders auf, Orange, Gelb und Rot z.B stellt sie anders dar, intensiver, klarer, und man erkennt einfach mehr Unter

    super gespielt, 2
    die auf dem Weg ist einen Fall zu bearbeiten, wo es um Drogen und Mafia geht. Ihre Karte bekam er, den Mut sie anzurufen nicht. Und just in dem Moment wo er nachdenkt, steigt ein Mann zu ihm ins Auto, VINCENT, der sich vorstellt als Immobilienmakler der hier einige Kunden zu besuchen hat. 5 sollen es sein, und er will das Taxi von MAX mieten, was eigentlich verboten ist, und nur 600 US $ und viel Überredungskunst sind vonnöten um MAX dazu zu bringen, auf ihn zu warten und eine ganze Nacht bereit zu stehen. Und da beginnt der Anfang von seinem neuen Leben, das MAX in Zukunft führen wird.

    Seine Mutter hat ihn sogar gesucht, weil er sich so lange nicht gemeldet hat, er hat zu diesem Zeitpunkt nicht gewußt das er sie besuchen wird im Krankenhaus, das er sogar Angst um sie haben muß. Und als er mit VINCENT in eine abgelegene Straße von L.A. fährt passiert es. Seine Leiche fällt ihm einfach aufs Dach, und kurze Zeit später, als er den Schock überwunden hat, so halbwegs kommt seelenruhig VINCENT vorbei und begrüßt ihn als wäre es nichts. Einfach nichts nur eine Leiche. Und MAX braucht einige Zeit bis er dahinterkommt das er ein Auftragskiller ist, ein wahrer Profi der vor nichts hatl macht, der alles tötet was sich seinem Auftrag in den Weg stellt, und nun hat er noch 4 Leute zu besuchen, und er hat MAX ausgesucht ihm zu helfen, da er einen fahrbaren Untersatz braucht und er MAX irgendwie schätzt für seine offene, ehrliche und angenehme ruhige Art.

    MAX hat sich das anfangs wie in einem Film vorgestellt, doch das MAX ein Kollateralfall ist, ein entbehrlicher Schaden, eine unvermeidliche Maßnahme im großen Spiel der bösen Mächte das hat er nicht geahnt.

    Nicht lange dauert es, und LAPD und FBI sind auf die Spur von MAX angesetzt, den sie für den Auftragskiller VINCENT halten, der für einen stadtbekannten Gangsterboß im Drogenmillieu einige Kronzeugen töten soll.

    In diesem Film hat man einfach irgendwie das Gefühl das der Film keinen Anfang, keine Mitte und kein Ende hat, es ist die Geschichte einer Nacht zwischen 18 Uhr und 4 Uhr in der Frühe, die Geschichte von Gut und Böse. In dem Film kam ich mir vor als wäre ich im Theater gesessen, meine Freundin neben mir, und wir hätten ein oder zwei Akte schon verpaßt, der Film fängt einfach an, und endet irgendwann, irgendwie und irgendwo. Man fühlt eine riesige Leere, man sitzt im Kino und man muß sich schon anstrengen zu denken, die Handlung zu verfolgen, doch nach kurzer Zeit gibt es nichts zu verfolgen, man wartet gespannt das was passiert und es vergehen mindestens 20 Minuten bis überhaupt was passiert, und nachdem ein Hauptdarsteller vorgestellt wurde, nimmt sich der Regisseur lange Zeit für den nächsten, und das fand ich einfach nicht gut, denn ein Film wo man ins Kino geht, da soll man sich freuen, Hirn abschalten und nicht nachdenken.

    Doch der Film macht eben eine Ausnahme, er ist langweilig, ja das gebe ich zu, es ist wieder die alte Gangstergeschichte, ein Krimi, doch dieser war deswegen gut, weil hervorragende Schauspieler und viel Philosophie in 120 Filmminuten sich ständig abwechseln. Ein Film der einen nachdenklich macht, wo man aus dem Kino geht und nachdenkt, wer hat recht gehabt, wie sind die Lebensgeschichten der einzelnen Akteure, wieso gibt es kein richtiges Film Mitten Happy Stück, wo man sich freut, das zwei vögeln, und sich küssen, oder das es dem einen sehr gut und dem anderen schlecht geht. Also eine Art Schwarz Weiß denken, und das wird hier strikt vermieden.

    Wahnsinn, Tom Cruise als Bösewicht, braucht der eigentlich Geld oder will er einen neuen Zenit im Filmhimmel erreichen? Monate lange hat sich Tom vorbereitet, und man merkt einfach genau, das jede Geste, jeder Gedanke, alles was er sagt, einfach stimmt und Sinn hat. Es ist einfach gut vorbereitet. Man bekommt hier das Bild eines Mannes zu sehen der absolut Profi ist im Gegensatz zu einem einfachen Menschen der einfach nur wünscht und nicht plant.

    Es wird auch sehr gut in dem Film klar, wann

  • Portrait einer Flasche
    Das war ja der dümmste Auftragskiller seit Johnny English. Wozu mietet er einen Taxler für die ganze Nacht? Damit man ihn später besser zurückverfolgen und ihn jemand identifizieren kann? Damit er ein Problem mehr am Hals hat, das er die ganze Nacht mitschleppen und drauf aufpassen muss? Wozu erzählt der ihm dann auch noch seine Lebensgschichtln? Wofür mischt er sich in Dinge, die ihn überhaupt nichts angehen? Wäre ja nicht so schlimm, wenn er ein ÖBBler wäre, aber ein Profikiller hat glaub ich andere Sorgen, als das Leid eines Taxifahrers. Wie kann es einem solch tollen Profi passieren, dass das erste Opfer gleich einmal ordentlich durchs Fenster kracht? Mister Keine-Spuren-Hinterlasser oder was? Und so weiter... sorry, aber mit so einer Flasche konnte ich mich nicht identifizieren. Ghost Dog ist ein Profikiller, aber nicht dieser Amwayverkäufer.

  • Nachtgestalten
    Die Konstellation: Ein Auftragskiller, den das Schicksal mit einem Durchschnittsmenschen verbindet. Gab es schon mal als komische Varianten mit Lino Ventura und Jacques Brel bzw. Walter Matthau und Jack Lemmon.
    Hier nun ganz Ähnliches, deutlich ernster gemeint, aber nicht ohne Momente des befreienden Lachens. Das ungleiche Paar schlägt sich durch ein nächtliches L.A., eine Stadt, die keinem wirklich Heimat sein kann. Zum Trost blickt man auf die Postkarte mit einer karibischen Insel.
    Die Tempodramaturgie, die Michael Mann hier entwirft, hat nichts zu tun mit dem Mainstream-üblichen Vollgepacktsein mit Knalleffekten für hirnloses, Popcorn fressendes Amiland-Publikum (das gibt es natürlich auch im alten Europa, keine Frage...). Mann weiß, dass Momente der Höchstkonzentration nur dann wirklich funktionieren, wenn es auch Pausen gibt, um den Blutdruck wieder in normale Bahnen geraten zu lassen. Kein Einheitsbrei mit ständig peitschender Musik im Stil von Jerry Bruckheimer wird da aufgetischt. Sondern große Gelassenheit im Anbahnen von Situationen. Mehr Jazz als Hip Hop. Die Spannung wird dadurch noch größer. Und diese Gelassenheit, etwa bei den Dialogen, ließ mich immer wieder an Ähnliches in den Filmen Tarantinos denken.
    Bilder und Farben, wie sie im Kino selten zu sehen sind: Etwa die Farbe Blau, deren sämtliche Schattierungen hier auftauchen. Man denkt an die Realität, die uns umgibt, an das Licht bei nächtlichen Fahrten über Stadtautobahnen, an das Licht in U-Bahnstationen und Bürohauslobbys und Krankenhauskorridoren. Es ist das anonyme, kalte Licht der westlichen Welt. Das macht COLLATERAL uns so nahe.
    Kann sein, dass der Plot nicht ganz perfekt ist - aber sehr gut ist er in jedem Fall, und deutlich glaubwürdiger als Tony Scotts demnächst bevorstehender MAN ON FIRE (der sich in unlogischen Details und Videoclip-Mätzchen verliert). Zwei Personen reisen durch die Nacht, und keiner von beiden wird sie unverändert überstehen. Jamie Foxx spielt seinen Taxifahrer sehr überzeugend, Tom Cruise dagegen lässt eher an einen Investmentbanker denken, seine Härte wirkt ein wenig gespielt, und die grauen Haare... sehen bei George Clooney besser aus. Macht aber fast nichts.
    Cruise (als Killer Vincent) erzählt am Anfang von einem Toten, der ungestört mit der U-Bahn durch die Stadt kreiste, weil niemand bemerkt hatte, dass er gestorben war. Die Unpersönlichkeit der Großstadt. Am Ende von COLLATERAL gibt es folgerichtig keine Erlösung oder Tröstung, kein wirkliches Happy End, weil zwar viele Menschen gestorben sind, die wahren Hintermänner jedoch unnerreichbar sind. Nur die Hoffnung bleibt: Dass wenigstens zwei Menschen ihr Glück finden können, wenn sie sich erneut auf den Weg durch die Straßen der Stadt machen. Aber zeigen will das Manns Film nicht, dazu ist er viel zu desillusioniert.
    Strikte Empfehlung.

  • cool
    Jo, hat mir sehr gut gefallen. Zum Schluss mörder Spannend, aber mein was schon frühzeitig wie er ausgeht. Ausserdem fängt man im Film an den Auftragskiller zu mögen, wirkt sehr sympatisch.

    Re:cool
    > Ausserdem fängt man im Film an den Auftragskiller zu mögen,
    Also ich habe nicht angefangen ihn zu mögen. Der Film ist aber trotzdem recht gut.

    Re:cool
    Und genau deswegen ist Tom Cruise hier auch völlig fehlbesetzt. Schade um den Film, denn der ist eigentlich ziemlich gut.

  • Moody Killers
    "Collateral" ist ein hervorragend inszenierter Thriller, der durch seinen Stil die Konventionen des Genres hinter sich lässt. Neben Tom Cruise und Jamie Foxx ist der dritte Star die digitale Kamera. George Lucas und Robert Rodriguez mühen sich schon einige Zeit mit eher enttäuschenden Ergebnissen ab, den guten alten 35mm Film durch High Definition DV zu ersetzen. Nun hat es Michael Mann endlich geschafft, dass die Form der Funktion entspricht.

    L.A. bei Nacht schaut hier so aus, wie es das menschliche Auge wahr nehmen würde. Die Atmosphäre ist spannend und aufgeladen. Neonlichter vermischen sich mit dem Smog der Straßen. Darin bewegt sich ein Auftragskiller, der in ein Taxi steigt und einen Job zu erledigen hat. Der Fahrer sollte bei dem vielen Geld, dass sein Fahrgast ihm für eine Extratour anbietet, misstrauisch werden. Bald schon wird er Pistolen in Schläfennähe zu spüren bekommen.

    Es ist ein Katz- und Mausspiel, dass seine Spannung aus überraschenden Situationen aufbaut. Die recht einfache Geschichte, deren Auflösung u.a. französischen Film Noir ins Gedächtnis ruft, wird von einigen Subplots unterbrochen. So mischt sich die Polizei für einen atemberaubenden Shootout in einem Nachtclub ein und hat damit ihre Funktion erfüllt. Der Held muss schließlich über sich hinaus wachsen und sich dem Gangster alleine stellen. Und Jada Pinkett Smith, die als potentielle Liebhaberin zu Beginn auftaucht, muss im dritten Akt als bedrohtes Täubchen wieder kehren.

    Das sind leicht erkennbare Stationen und trotzdem investieren alle Beteiligten Emotionen und außerordentliches Handwerk. Foxx definiert sich hier als Charakterdarsteller. Wir dürfen auf seine Hauptrolle in der kommenden Ray Charles Biographie gespannt sein. Mark Ruffalo und Javier Bardem, meine momentanen Lieblingsschauspieler, sind in Nebenrollen zu sehen.

    Das größte Kompliment, dass ich dem Film geben kann, ist dass er wirklich spannend ist. Für das Finale in einem Bürogebäude und die anschließende Verfolgung setzten wir uns aufrecht hin. Michael Mann beendet diese lange Nacht schließlich mit einem simplen Touch. Er weiß um den Effekt seiner Bilder. Sehr erfrischend, so was zu sehen.

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