Dandelion

 USA 2003
Drama, Independent 94 min.
7.00
film.at poster

Unter den neueren amerikanischen Independentfilmen ist Dandelion ein wahres Juwel in 35mm, Cinemascope und leuchtenden Farben, getragen von der Weite der Landschaften Idahos, einem großartigen Ensemble ungewöhnlicher Darsteller und dem ruhigen Atem seiner filmischen Erzählung. Dandelion ist ein Musikstück mit einem eigenen sanften Rhythmus wie die Liebesgeschichte zwischen den streunenden Teenagern Mason und Danny in den Kornfelder und Hügeln des Mittleren Westens, umgetrieben von jugendlicher Unruhe und der Suche nach Zuneigung. Bis ein plötzlicher Unfall dramatische Ereignisse in Bewegung setzt. Mason Mulich lebt mit seinen Eltern in Idaho. Masons Vater arbeitet in einer Getreidefabrik, seine Mutter führt ein Leben in Zurückgezogenheit. Der feinfühlige Mason versucht, den gespannten familiären Verhältnissen zu entfliehen und verbringt die Tage mit seinem besten (und einzigen) Freund Eddie, bis er Danny, das neue Mädchen in der Stadt, kennen lernt. Mason und Danny fühlen sich voneinander angezogen, doch plötzlich kommt es durch einen von Masons Vater verursachten Unfall zu einer Verkettung tragischer Vorfälle. (John Nein) Dandelion ist einer jener raren Filme über und für Teenager, die von einem echten menschlichen Drama angetrieben werden. Milgard und sein exzellentes Schauspieler-Team verleihen der Geschichte solch emotionalen Reichtum, dass schon zu einem frühen Zeitpunkt hervorgeht, dass es die Charaktere wert sind, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Unter der Anleitung von Kameramann Tim Orr, bekannt für seine Arbeit an den Filmen David Gordon Greens, beschloss Milgard, seinen Film im 35mm-Format zu drehen eine ungewöhnliche Maßnahme, die sich bezahlt macht: Als Resultat sind die Einstellungen von Dandelion in das übernatürliche Licht orangeroter Sonnenuntergänge getaucht, und himmlische Schatten reisen über weite Flächen von unberührtem Land. (Scott Foundas)

(Text: Viennale 2004)

Details

Vincent Kartheiser (Mason Mullich), Taryn Manning (Danny Voss), Arliss Howard (Luke Mullich), Mare Winningham (Layla Mullich), Blake Heron (Eddie), Michelle Forbes (Mrs. Voss), Marshall Bell (Onkel Bobby), Shawn Reeves (Arlee)
Mark Milgard
Robb Williamson, Robert Randles
Tim Orr
Mark Milgard, Rob Williamson, Richard D. Murphy

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wunderschön
    Ein wunderschöner Film, der in ruhigen Bildern eine Liebesgeschichte erzählt, wie sie tragischer nicht enden kann.

    Hervorzuheben sind die wunderbar agierenden Schauspieler, voran der Hauptdarsteller Vincent Kartheiser und der seinen Vater spielende Arliss Howard, welche einen Vater-Sohn-Konflikt tiefsten Grundes intensiv darzustellen wissen.
    Doch auch die Masons Freundin Danny spielende Taryn Manning verdient Lob, nicht nur fürs Gut-Aussehen ( ;-) ), sondern auch für eine Vereinnahmung hoher Sympathie.

    Ebenso überzeugte mich der Soundtrack, welcher immer in scheinbar immer an den richtigen Stellen einsetzte und an Stellen, an welchen in normalen Hollywood-08/15-Streifen zutiefst kitschige Streichermusik gespielt würde, auch mal aussetzt und die Emotionen alleine von den Schauspielern und dem Bild eingefangen und dem Zuschauer zugetragen wurde. Grandios! Gleichsam das Bild! Faszinierende Kamerafahrten durch die Mid West Landscapes, überragende Bilder von Kornfeldern, die sich schier endlos erstrecken und vom Wind berührt werden, der Fluss, eine der Schlüsselstellen des Films, der sich sprichwörtlich durch den Film zieht und in schönen Bildern eingefangen wird.

    Kurzum: ein wunderschöner Film, der mich tief berührt hat.