Darwin's Nightmare

 A/F/B 2004
Dokumentation 21.01.2005 107 min.
film.at poster

Eindrucksvolle Dokumentation über den Nilbarsch, der sowohl das ökologische Gleichgewicht, als auch die Lebensbedinungen für die Bewohner in Tansania radikal verschlechterte.

Irgendwann in den sechziger Jahren wurde in den Viktoria See in Ostafrika eine fremde Fischart eingesetzt - es war ein kleines wissenschaftliches Experiment. Der Nilbarsch, ein hungriges Raubtier, hat es innerhalb von drei Jahrzehnten geschafft, fast den gesamten Bestand der ehemals 400 Fischarten auszurotten. Mit dem Effekt, dass es derzeit so einen Überfluss dieses fetten Fisches gibt, dass seine Filets in die ganze Welt exportiert werden.

An den Ufern des größten tropischen Sees der Welt landen jeden Abend riesige Frachtflugzeuge, um am nächsten Morgen wieder in die Industrieländer des Nordens zu starten, beladen mit hunderten Tonnen frischer Fischfilets. In Richtung Süden jedoch ist eine andere Ladung an Bord: Waffen. Für die unzählbaren Kriege im dunklen Herzen des Kontinents.

Dieser florierende globale Handel von Kriegsmaterial und Lebensmitteln hat an den Ufern des größten tropischen Sees der Welt eine seltsame Stimmung und Menschenmischung erzeugt, welche die "Darsteller" dieses Films repräsentieren: einheimische Fischer, Agenten der Weltbank, heimatlose Straßenkinder, afrikanische Minister, EU-Kommissare, tansanische Prostituierte, russische Piloten ...

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Hubert Sauper
Hubert Sauper, Alexander Rieder
Hubert Sauper
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Kritiken

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User Kritiken

  • Re:wahrheit zum film
    ein höchst interessanter und aufrüttelnder film, der dazu anregt, eigene denkstrukturen zu überprüfen.
    wenn es gelingt, die eigenen vorurteile zu hinterfragen, hat der film bereits eine seiner möglichen funktionen erfüllt.
    was für ein wunder, vor nicht allzu langer zeit wäre solch eine themenaufbereitung vermutlich absehbar unterdrückt worden.
    es lebe die freiheit.

    Re:wahrheit zum film
    Man kann alles genau so argumentieren wie es passt, und man findet auch für jedes Argument eine passende Quelle (das gilt natürlich für alle Meinungen). Der liebe Herr
    Dipl.Ing. Rahim Taghizadegan, der diese Kritik geschrieben hat ist scheinbar ein starker Verfechter des Kapitalismus und der freien Marktwirtschaft, da passt ihm so ein Film natürlich nicht.

  • hola
    sehr sehr beeindruckend, mir ist teilweise fast die luft weg geblieben - komisches gefuehl in der bauchgegend. totale funkstille nach dem kino - man sollte sich den film auf alle faelle anschauen!!!
    stimmt zum nachdenken, und das ist gut so....

  • Re:naja
    bist halt noch zu jung um diese thematik zu verstehen - mehr kann ich dir zu deinem comment nicht mitgeben !!! nicht boese gemeint....

  • beklemmend-wahrhaftig
    die bilder sind apokalyptisch.
    Die wirtschaftlichen Verhältnisse rund um den Victoriasee auch.
    Sauper het recht:Er hätte diesen Film auch über Diamanten-Gold-Baumwolle oder Bananen drehen können.
    Uns wird wieder bewusst, auf welchen Fundamenten unser Wohlstand "ruht".
    Richtig aber beklemmend: Sauper benennt keine Schuldigen, zeigt nicht die "Antwort".
    Er zeigt was ist.
    Und hoffentlich sehen das sehr viele.