Das Rote Italien der 1960er Jahre

 
Dokumentation 
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BAGNOLO - DORF ZWISCHEN SCHWARZ UND ROT

Bagnolo ist ein Dorf in der Roten Emilia in Norditalien. Neunzig Prozent der Bevölkerung sind Bauern ohne eigenes Land. Sie bearbeiten ihr Pachtland recht und schlecht, ohne Aussicht auf eine bessere Zukunft. Kein Wunder, dass sie sich zusammengeschlossen haben, um fortan gemeinsam ihre Probleme zu lösen. Politisch sind sie ohnehin alle in der Kommunistischen Partei vereinigt. Dem allem steht die Initiative des katholischen Pfarrers entgegen. Auch er kämpft gegen das seinen Bauern zugefügte Unrecht und für eine Besserung ihrer Lage, allerdings mit anderen ideologischen Vorgaben.

BRD 1964; Regie: Bruno Jori; Kamera & Schnitt: Josef Riedl; Musik: Hans Possegga; (35mm; Farbe; 61min).

LICHT FÜR PALERMO

Die ersten Bilder zeigen Sizilien als touristisches Ziel, als "Paradies des Mittelmeers". Danch streift der Blick hinter die farbenprächtigen Kulissen und entdeckt Armut, Unwissenheit, die Gewalt der Mafia, Kinderarbeit und lichtlose Gassen für die Ärmsten. Eine sozialkritische Studie, die in ihrem Finale natürlich auch auf die alles verändernde Kraft der Kommunistischen Partei Italiens zu sprechen kommt.

DDR 1961; Regie: Karl Gass; Kamera: Peter Hellmich; Musik: Hans-Dieter Hosalla; (1:1,33; 14min).

VENEZIANISCHE BEGEGNUNGEN

Zur 25. Biennale im September 1966 in Venedig reisen auch achtzig Akteure des weltberühmten Berliner Ensembles, des Theaters von Bertolt Brecht an. Im Theater "La Fenice" zeigen sie Brechts "Coriolan" und "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui". Mitwirkende sind unter anderem Ekkehard Schall, Angelica Domröse und Helene Weigel. Der Film begleitet sie auf der Gastspielreise und skizziert Begegnungen mit dem Publikum, mit Politikern und Künstlerkollegen, wie Luigi Nono und Giorgio Strehler.

DDR 1966; Regie & Kamera: Arthur Killus; Schnitt: Ilse Radtke; (Schwarzweiß; 1:1,33; 14min).

TOSCANA ROSSA. EIN BERICHT

Eine DDR-Reportage über die Toskana und die sozialistische Koalition, die im Rathaus von Florenz regiert. Während eines Generalstreiks werden soziale Sicherheit und Arbeit eingefordert. Arbeiter, Intellektuelle und Studenten erklären vor der Kamera, wie sie sich ein politisch und sozial verändertes Italien vorstellen: "Ich würde den Kapitalismus abschaffen." Eine Utopie von gestern, mit Potential für die Wutbürger von morgen?

DDR 1971; Regie & Buch: Uwe Belz; Kamera: Georg Kilian; (Farbe; 1:1,33; 14min).

Details

Ralf Schenk

Kritiken

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