Das traurige Leben der Gloria S.

 D 2011
Tragikomödie 76 min.
6.40
Das traurige Leben der Gloria S.

Die erfolgreiche Regisseurin Charlotte Weiß befindet sich in einer künstlerischen Krise. Nach der Premiere ihres letzten Spielfilms über Ulrike Meinhof möchte sie sich "künstlerisch regenerieren" und einen sozialpolitisch relevanten Dokumentarfilm über gesellschaftlich benachteiligte Frauen drehen. Gloria Schneider ist Schauspielerin in einem erfolglosen Berliner Off-Theater, dauernd pleite und jetzt auch noch mit ihrer Freundin zerstritten. Auf dem Arbeitsamt entdeckt sie einen Casting-Aufruf zu Charlottes Dokumentarfilm und beschließt, in die Rolle einer Alleinerzieherin und Hartz-IV-Empfängerin zu schlüpfen. Die professionelle Schauspielerin spielt die "wirklich" sozial benachteiligten Laien an die Wand, und so beginnt ein immer absurder werdendes Katz-und-Maus-Spiel zwischen Charlotte und Gloria, in das bald die ganze Off-Theater-Gruppe hineingezogen wird. Das Resultat ist eine "witzige, pointierte, bissige und entlarvende Komödie über all die Vorurteile und die gutgemeinten Betulichkeiten der kulturschaffenden Mittelschicht gegenüber dem Elend von Hartz IV." (www.cinefacts.de)

DAS TRAURIGE LEBEN DER GLORIA S. ist zudem eine "durchgeknallte, bitterböse Komödie über starke Frauen in der Krise, zwischen Glamour und Hartz IV, Kunst und Katastrophen, schlechtem Theater und dem harten Leben." (www.salzgeber.de)

Die Regisseurinnen kennen sowohl die deutsche Theaterszene als auch das Leben und einander sehr gut. Groß spielte unter der Regie von Einar Schleef, Robert Wilson u. a. auf vielen deutschen Bühnen. Ute Schall studierte Theaterwissenschaft und arbeitet als Cutterin. Von 2001 bis 2007 waren beide im Berliner Frauen-Filmkollektiv hangover ltd.* aktiv, dessen Film-Performances auf zahlreiche Festivals eingeladen wurden (z. B.: Feminale in Köln, Kurzfilmtage Oberhausen). Ein weiteres Gründungsmitglied von hangover ltd.* ist Tatjana Turanskyj, deren Film EINE FLEXIBLE FRAU bereits im Rahmen von kinovi[sie]on gezeigt wurde und den ersten Teil einer Trilogie zum Thema "Frauen und Arbeit" darstellt.

Details

Christine Groß (Gloria Schneider), Nina Kronjäger (Charlotte Weiß), Margarita Broich (Margarete), Susan Todd (Susan)
Christine Groß & Ute Schall
Hannes Francke
Christine Groß, Ute Schall, Anna Kremser

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