Das Auge - Eye of the Beholder

 CDN/GB/USA 1999

Eye of the Beholder

Thriller, Krimi 100 min.
film.at poster

Die Geschichte einer ebenso gefährlichen wie symbiotischen Beziehung zwischen einem Beschattungsprofi (Ewan McGregor) und einer rätselhaften Killerin (Ashley Judd).

Stephen Wilson, genannt "Das Auge" (Ewan McGregor), arbeitet als Beschattungsexperte für die britische Botschaft in Washington. Sein neues Zielobjekt ist der Sohn (Steven McCarthy) eines hochrangigen Mitarbeiters. Als der Profi eines Abends besagten Mann beim leidenschaftlichen Liebesspiel mit dessen Verlobter beobachtet, ermordet die brünette Schönheit ihren Liebhaber mit einem Messer. Zunächst erschrocken und angewidert, verfolgt "Das Auge" die geheimnisvolle Killerin mit zunehmendem Interesse. Wer ist diese Frau, die in einem Moment kaltblütig tötet und im nächsten Augenblick weinend zusammenbricht? Stephen Wilson kommt dabei der attraktiven Heiratsschwindlerin Joanna Eris (Ashley Judd) auf die Spur, die ihre männlichen Opfer über kurz oder lang brutal ins Jenseits befördert...

"Das Auge - Eye of the Beholder" basiert auf einem Roman von Marc Behm, der 1983 bereits von dem Franzosen Claude Miller mit großer Besetzung verfilmt wurde. Isabelle Adjani spielte damals die geheimnisvolle Mörderin, Michel Serrault war "Das Auge".

Details

Ewan McGregor, Ashley Judd, Patrick Bergin, Geneviève Bujold, K.D. Lang, u.a.
Stephan Elliott

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Im Auge des Betrachters
    Trotz des philosophischen Ansatzes ist daraus ein recht spannender Krimi geworden. Und so muss man auch den ganzen Verlauf und das Ende des Films verstehen: ‘Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.‘
    Der Ermittler Wilson (Ewan McGregor) ist erst nur Beobachter, dann Voyeur und verliebter Verfolger und schließlich Befreier der Massenmörderin Joanna Eris (außerordentlich eindrucksvoll Ashley Judd).
    Es entwickelt sich ein Roadmovie, das seine Spannung aus der Tatsache bezieht, dass immer wieder Fragezeichen hinterlassen werden. Da ist zum einen Wilsons Tochter Lucy, lange schwebt sie zwischen Realität und Fantasie. Dann die Rückblenden, die sowohl Joannas als auch Wilsons problematische Kindheit enthüllen. Wir sehen Großaufnahmen in Slomo. Joanna verlor ihre Kindheit, ihre Tochter, Vater, Ehemann und ihren Schutzengel. Wilson erging es ähnlich. Bei dieser knallharten Realität darf es dann schon mal auch etwas emotional sein. Wenn die Vertreter der Verluste (Geneviève Bujold als Heimleiterin) und die Requisiten der Vergangenheit am Ende zusammentreffen, wird es nochmal spannend. Hier triumphiert erneut die Schnitttechnik und fokussiert das Erlebte. Eine letzte Berührung von Joana und Wilson in rasanter Fahrt bringt außer der gegenseitigen Erkenntnis auch das Thema des Films nochmal zum Tragen. So geht philosophischer Actionfilm, der über kleine logische Knacks hinwegspringt wie die kleine Lucy, aber das Thema nie aus den Augen verliert.