Das ist alles

 Österreich 2001
Dokumentation 16.05.2003 
film.at poster

Tizza Covi und Rainer Frimmel holten Heimatlose und ewige Wanderer für ihren Dokumentarfilm vor die Kamera.

Wenn Herr Deis mit Stolz seinen Acker zeigt und dabei mit Liebe auf die Eigenheiten der verschiedenen Unkräuter hinweist, obwohl er für das Überleben fast ausschließlich auf die Ernte von seinem kleinen Stück Land angewiesen ist, dann bekommt man einen Eindruck von der außergewöhnlichen Lebensphilosophie der Bewohner des russischen Dorfes Jasnaja Poljana, über das der Dokumentarfilm Das ist alles erzählt. Herr und Frau Deis sind Russlanddeutsche aus Kasachstan, die vor zehn Jahren in dieses Dorf in der Kaliningrader Region, dem ehemaligen nördlichen Ostpreussen, gekommen sind. Nach 1945 wurde das Gebiet mit Bewohnern aus den verschiedensten Sowjetrepubliken neu besiedelt.Sie versuchen nun, das beste aus ihren neuen Lebensumständen zu machen. Während Herr Deis auf dem Acker arbeitet, beschränkt sich die Arbeit von Frau Deis weitgehend auf die Küche, wo sie mit ihrer eigenwilligen Sprache vom täglichen Überleben, von den Töchtern und über die Nachbarn erzählt, z.B. über Viktor Benz, der Flugzeuge konstruiert, Fernseher repariert und Traktoren baut. Weitere Protagonisten sind u.a. Nadja und Alexej, die seit den 50er Jahren in diesem Dorf leben. Am Tisch sitzend erzählen sie im Zwiegespräch aus ihrem Leben, von den Hoffnungen, die sie in den neuen Präsidenten setzen, und von der Erinnerung an ihre ehemalige Heimat. Das ist alles beschäftigt sich vor allem mit der Gegenwart der Bewohner eines russischen Dorfes, von dem üblicherweise nur in Zusammenhang mit seiner Vergangenheit berichtet wird, als sich das berühmte Pferdegestüt Trakehnen dort befand.(Tizza Covi, Rainer FrimmebpLänge: 98 Minuten

Details

Lina und Viktor Deis, Nadia und Alexej Letschunkis, Tigran und Seyran Gülüyman, Viktor Benz
Tizza Covi, Rainer Frimmel
Nina Fjodorowna, Michail Michailowitsch
Rainer Frimmel
Tizza Covi, Rainer Frimmel
Covi und Frimmel / Sixpack-Film

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