Das Pulverfass

 Serbien 1998
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Ineinander verschränkte Episoden schildern die Begebenheiten einer Nacht in einer Stadt in Serbien. Bei einem leichten
Verkehrsunfall mit Blechschaden wird der Geschädigte derart wütend, daß er den jungen Unfallverursacher bis nach
Hause verfolgt und vor den Augen des Vaters die Einrichtung demoliert. Der Racheimpuls des betrogenen Ehemanns
läßt einen anderen auf den Freund losgehen, als dieser ihm gesteht, vor Jahren ein Verhältnis mit seiner Frau gehabt zu
haben. Ein 20jähriger kapert einen Nachtbus und belästigt und beleidigt die Fahrgäste.
Eine Spirale des Schreckens und der Gewalt hat sich in Bewegung gesetzt. Der Zorn ist nicht mehr zu besänftigen, die
Aggression eskaliert.

Wir alle, meint Paskaljevic, sitzen auf einem Pulverfaß, das jeden Moment hochgehen kann.

Der Regisseur erzählt, er habe den Bewußtseinszustand der normalen Leute in seiner Nation schildern wollen, einer
Gesellschaft unter dem Diktat der Macht von oben: "Balkanischer Wahnsinn", der alle in eine Spirale des Entsetzens
hineindreht. Ein Panorama der Wirklichkeit? Eher das Psychogramm einer friedensunfähigen Befindlichkeit, die
gegenwärtig im Balkan besonders ausgeprägt erscheint. Aber findet sie sich nur dort?
Länge 100 Minuten

Details

Lazar Ristovski, Miki Manojlovic, Mirjana Jokovic
Goran Paskaljevic
Dejan Dukovski, Goran Paskaljevic

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