Days of Being Wild

 HK 1990

A Fei zhengzhuan

Independent 93 min.
7.60
Days of Being Wild

Ein nostalgischer Blick auf die Begegnungen und Leidenschaften von sechs rebellischen jungen Leuten im Hongkong der 60er Jahre.

Ein nostalgischer Blick auf die Begegnungen und Leidenschaften von sechs rebellischen jungen Leuten im Hongkong der 60er Jahre. Ohne auf Menschenmengen in Kostümen der Epoche oder auf alte Autos zurückzugreifen, rekonstruiert Days of Being Wild die Illusion jener Ära durch kleine Details, nicht zuletzt durch Chris Doyles Kameraarbeit und William Changs Dekor.

Details

Leslie Cheung, Andy Lau, Carina Lau, Maggie Cheung, Tony Leung
Wong Kar-wai
Terry Chan
Christopher Doyle
Wong Kar-wai

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wilde Tage
    Yuddy (Leslie Cheung) ist ein Mann zwischen zwei Frauen. Li Chen, eine Kartenverkäuferin (Maggie Cheung) ist etwas schlicht und verträumt. Ihre Beziehung zu Yuddy wird recht poetisch erzählt. Unter anderm mit der Geschichte vom Vogel ohne Beine, der nur einmal auf der Erde landet. Yuddy könnte dieser Vogel sein. Der fürchtet sich vor der Landung, denn dann würde er sterben. Außerdem vertreibt er sich noch mit Mimi (Carina Lau) einer Tänzerin die Zeit. Er braucht sich nicht zu entscheiden, die Mädels liegen ihm zu Füßen. Er kann sie demütigen, sogar schlagen. Yuddy ist der gelangweilte Edelmacho, nicht gerade wild eher promiskuitiv, egozentrisch, gefühlsarm. Dabei sucht er im Grunde nur seine leibliche Mutter. Doch die will ihm seine Ziehmutter nicht nennen.
    Die Erzählweise erschwert das Verständnis der Story. Ohne Hinführung tauchen Personen auf, ohne Erklärung entstehen immer neue Situationen. Randfiguren bekommen vorübergehend eine etwas größere Bedeutung, während die Hauptfigur verschwindet. Man muss das ‘ Stochern im Nebel‘ mögen, um diesen Film zu genießen. Man muss sich mit Andeutungen abfinden, weil man nicht so ganz genau erkennt, ob und wer da eventuell umkommt. Und dabei darf man nicht übersehen, dass die Männer stets besser wegkommen und die Frauen nur als servil, leidend oder auf die schiefe Bahn geraten sind. Der honigsüße hawaiianische Soundtrack verstärkt den hauchdünnen poetischen Touch. Ungewöhnlich anders.