Der einzige Sohn

 J 1936

Hitori musuko

Drama 83 min.
7.90
film.at poster

Eine Witwe schuftet in der Seidenspinnerei, um die Ausbildung ­ihres Sohnes zu finanzieren. Über ein Jahrzehnt später reist sie in die Hauptstadt, um ihn zu besuchen: Dort wird ihr eröffnet, dass er mittlerweile Frau und Kind hat - und einen unzureichenden Job. Er hat sich Geld leihen müssen, um seine Mutter überhaupt angemessen unterbringen zu können. Familiäre Opferbereitschaft und Scheitern in der Erfolgsmühle, das Wesen der Enttäuschung durch die Allernächsten: Ozu erforscht einmal mehr die dunklen Seiten der Gesellschaft in typischen Einzelschicksalen, mildert zugleich die Bitternis der Erkenntnis durch Aufblitzen von (Nächsten-)Liebe. Ein Film von absoluter, bewegender Klarheit und Präzision, für Noël Burch Ozus "größte Errungenschaft". Sowohl eine Weiterführung seines Stummfilmstils und ein bemerkenswert sicherer Versuch im Medium des Tonfilms. Motto: "Der erste Akt der Tragödie des ­Lebens beginnt mit einem Elternteil und einem Kind." (C.H.)

Details

Iida Chōko, Himori Shin'ichi, Hayama Masao, Tsubouchi Yoshiko, Ryū Chishū
Ozu Yasujirō
Itō Senji
Sugimoto Shōjirō
Ikeda Tadao, Arata Masao nach einer Idee von James Maki (i.e. Ozu

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken