Der Maschinist

 E 2004

El maquinista (The Machinist)

Thriller 25.03.2005 102 min.
7.70
film.at poster

Nach seinem hoch gelobten Horrorfilm "Session 9" präsentiert Regisseur Brad Anderson einen weiteren Trip durch die paranoiden Abgründe der menschlichen Seele.

Der Maschinist Trevor Reznik (CHRISTIAN BALE) hat seit einem Jahr nicht mehr geschlafen. Seine Schlaflosigkeit hat zu einem schockierenden Verfall seiner körperlichen und geistigen Verfassung geführt, den seine Kollegen mit Argwohn, sowie seine einzigen Bezugspersonen - die Prostituierte Stevie (JENNIFER JASON LEIGH) und die Kellnerin Marie (AITANA SÁNCHEZ-GIJÓN) - mit Sorge verfolgen. Dann verschuldet Trevor auch noch einen Arbeitsunfall, bei dem ein Mann einen Arm verliert. Seine Schuldgefühle weichen jedoch bald einem wachsenden Misstrauen und schließlich einer ausgewachsenen Paranoia, als er in seiner Wohnung kryptische Notizen findet und von einem mysteriösen neuen Arbeitskollegen verfolgt wird, den es gar nicht geben soll. Sind all die Vorkommnisse Teil einer großen Verschwörung, die Trevor in den Wahnsinn treiben soll? Oder ist es nur seine Müdigkeit, die ihm langsam aber sicher den Verstand raubt? Entschlossen macht sich Trevor daran, die Lösung eines Rätsels zu finden, das sein Leben in einen schlaflosen Alptraum zu verwandeln droht. Doch je mehr er herausfindet, umso weniger will er wissen...

Details

Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sánchez-Gijón, John Sharian, Michael Ironside u.a.
Brad Anderson
Roque Baños
Xavi Giménez
Scott Kosar
3L Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Ein Dünner ohne Schlaf
    Das ist eine NDS-Movie: no deep sense! Der Handlungsverlauf folgt nicht der Logik, ist also eher bei Mystic anzusiedeln. Und es gibt auch am Ende keine klärende Lösung. Die Handlung stolpert von einer Situation in die nächste und oszilliert zwischen Belanglosigkeiten und Zufälligkeiten. Dabei kann sogar so etwas wie Dramatik entstehen. Und es gibt auch überraschende Wendungen, die etwas Spannung aufkommen lassen. Alles ist gekonnt vornehmlich in schwarz-grün gehalten: eine kalte Arbeitswelt, in der Trevor (Christian Bale) vor sich hin vegetiert. Dazu bilden die Hure Steve (Jennifer Jason Leigh) und eine Serviererin (Aitana Sanchez-Gijon) eine menschlich warme Gegenwelt. Als Trevor wegen seiner halluzinatorischen Wahnvorstellungen diese Beziehungen zertrampelt, bleibt ihm nur noch eines - was wir aber nicht mit ansehen brauchen.

  • Sehr noir - Teil 1
    TREVOR REZNIK (Christian Bale) hat seit 1 Jahr nicht geschlafen. In einer Fabrik stellt er Spezialschrauben her für Werkzeuge. Er ist mit den meisten Kollegen nur äußerlich befreundet, führt aber ein sehr einsames Leben, und nur seine Freundin STEVIE (Jennifer Jason Leigh) die als Prostituierte arbeitet kennt ihn recht gut, da er sich nur Ihr bis jetzt öffnet.

    Sie würde auch Ihren Job für ihn aufgeben, aber eine Heiratsfrage stand bisher nie zum Thema. Bei einem Unfall wo er durch einen neuen Arbeitskollegen IVAN abgelenkt wird, passiert seinem Kollegen MILLER (Michael Ironside) ein folgenschwerer Unfall, wo er seinen ganzen linken Arm verliert.

    TREVOR weiß von seiner Schuld, und so ist er noch mehr im Ansehen bei seinem Chef TUCKER gefallen. Und hier dürfte es angefangen haben, denn bald erleidet TREVOR bald einen ähnlichen Unfall, schiebt natürlich IVAN die schuld zu, auch das er sich mit STEVIE zerstreitet, oder mit seiner neuen Freundin MARIA, der Kellnerin vom Flughafen mit der es nicht klappt, da gibt es auch Troubles.

    Er ist zunehmend gewohnt jede wichtige Tätigkeit aufzuschreiben, die er machen soll, wie auch sein Gewicht das täglich abnimmt, und von 90 Kg auf 59 Kg am Ende runtergeht, und eines Tages entdeckt er auf seinem Kühlschrank ein Post ¿ It, ein mörderisches welches.

    Er glaubt bei ihm sei eingebrochen, nichts wurde je gefunden. Er sieht zunehmend schlechter aus, und verliert immer mehr von sich, seiner Integrität aber nicht, seinem Charakter auch nicht, wird aber zunehmend wilder, verunsicherter, überhaupt als sein Kühlschrank voller Blut ist.

    Viele Leute sagen das der 88 Minuten lange Film etwas undurchsichtig war, das der Film mehrere Schlüsse zuließ, aber wenn ich denke, das dieser Film der sich am Ende für mich sehr klar aufklärt, und Ähnlichkeiten mit ¿Fight Club¿ und ¿Identität¿ hat sehr leicht aufklärt, auch ohne das man einen Gedankenerklärer dabei hat. Noch dazu ist der Film von einem spanischen Regisseur gedreht, und etwas sympathischer dadurch wird, das es eben keine Kitsch Hollywood Pseudo- Horror Erklärungs- Übertriebenheitsphase Film ist. Der Schluss ist wirklich gut, aber das sieht man ja eh im Kino.

    Anfangs dachte ich mir, meine Güte ist der Film düster, alleine schon durch die sehr ruhige Kameraführung und vor allem durch die etwas für mich zu stark bläulich und gräulich wirkenden Farben, die wie ich finde, übertrieben waren, da man ja nicht in Wirklichkeit so sieht, außer man hat einen Blaulichtfilterbrillendeckel auf, und das ganze noch dazu mit grauem durchsichtigem Papier.

    Wieder zurück zum Film, der Freund der Ivan, den was Trevor sucht, der sah anfangs aus für mich wie Morpheus aus Matrix, und er hat auch so kurz gewirkt, dieses überlegene, Sonnenbrillengesicht. Was ich komisch fand ist eine einzige Handbewegung auf die Trevor sah, dann war da ein Unfall wo Miller die Hand abgerissen wird, es ist niemand so richtig sauböse, alle sind so verständnisvoll und ruhig.

    Am besten und überzeugendsten fand ich den unglaublich guten Darsteller Christian Bale der für seine Rolle 30 Kg abgenommen hat, der so was von abgemagert aussah, von 90 Kg auf 59 Kg abgenommen hat, er sah wirklich so aus, es ist ein Wahnsinn den zu sehen, so dünn, so abgemagert, so ausgezehrt, auch seine Beziehung zu seiner Hurenfreundin, die wirklich nett ist, die hätte für ihn den Scheißjob aufgegeben.

    Oder auch sehr gut die Maria, die Mutter von Nicolas, die Frau die Kellnerin am Flughafen ist, die Trevor dauernd besucht, in die sich jeder normale Mensch verliebt hätte, da sie zuckersüß ist. Die Sachen die eigenartig sind, sind für mich zu wenig, nicht so gut wie der ähnliche Film ¿The Butterfly Effekt¿ und dann hat der Film eine Wendung genommen, intern, und kritikmäßig wie ¿12 Monkeys¿ und dann kam dieses Kritikmässig subtile geheimnisvolle durch, was nicht so wie ¿Akte X¿ war, leider wie ich feststelle, sondern so wie ein Universitätsstudium zur Erforschung der Heiratsgewohnheiten von Gesu

    nett - Teil 2
    Heiratsgewohnheiten von Gesundheitsgesetzbüchern in Ost Timor. Also einfach langweilig, es fehlt einfach Action und alles mögliche.

    Aber was den Film hauptsächlich rettet ist die Darstellung von Christian Bale eben, denn die paar gewöhnlichen Dialoge sind eh zu wenig finde ich, und die gute Kameraführung, die behutsame Einführung der Lebensweise eines Mannes der total runtergekommen ist.

    Wenn man denkt das dieser Mann so lange mit einem Apfel am Tag und einem Joghurt seine Diät geschafft hat, ist es wirklich verwunderlich das er noch lebt, der hat wirklich Nerven. Brad Anderson der Regisseur hat alleine schon durch seinen Horrorfilm ¿Session 9¿ vor 3 Jahren Aufmerksamkeit erregt, doch dieser hier ist eigentlich besser, vom anderen habe ich nur Ausschnitte gesehen, irgendwann mal, und kann nicht dazu viel erzählen.

    Ich finde das seine Rolle, voller Integrität und Warmherzigen Blickpunkten sehr gut gemacht und gespielt wurde, und mit Hilfe der ganzen Bildkompositionen von Hell und dunkel, und dem bisschen Erzählstrang dem Hauptdarsteller sehr viel für zukünftige Projekte wiedergibt, viel mehr als seine letzte Rolle in ¿American Psycho¿ wo er einen Yuppie spielt, einen wahrhaft bösen.

    Ich habe irgendwie das Gefühl das in vielen anderen ähnlichen Rollen die Subjektiven Werte eines Darstellers zu sehr in den Vordergrund geraten das sie schon unabsichtlich ärgerlich plakativ wirken, aber das ist hier nicht der Fall. Eine Gesichte wie diese neurotische Weltverschwörungsgeschichte hat im Ansatz eine sehr gute Idee, ist aber für mich zu wenig spannend, und so vergebe ich, wegen der guten Leistung hauptsächlich

    79,10 von 100

  • Wirklich nett
    Ein Film, angesiedelt in einem Hitchcockschen Film Noir, mit Assoziationen zu 'Memento' und 'Fight Club'. Die Handlung ist subtil spannend und man möchte immer gerne wissen, wie's in der nächsten Minute weitergeht. Das Bild ist fahl gehalten, wie der großartig spielende Hauptdarsteller, und die Handlung gut inszeniert. Bis zum Filmende bleibt offen, was da "eigentlich los ist".

    Leider (?) klärt der Film zum Schluß nur die Ursachen für den Zustand des paranoiden Handelnden auf, was er im Laufe des Films tatsächlich erlebt hat bleibt ungelöst bzw. "sinnlos". Nichts destotrotz, ein toller Film, der mich tatsächlich an gute alte (Schwarzweiß) Hitchcocks erinnert hat. Und: Bale ist wirklich erschreckend toll in der Rolle des abgemagerten Maschinisten.

    Handlungsstruktur, Kamera, Schnitt, Musik und Regie sind wirklich gut und heben sich vom üblichen "Einheitsbrei" ab. Ein wirklich nettes Psychothrillerdrama. Wer Memento oder andere Suspense-Filme mochte, wird vermutlich auch den "Maschinist" mögen.

    (Meine Wertung: 8 von 10 Punkte)

    Re:Wirklich nett
    "was er im Laufe des Films tatsächlich erlebt hat bleibt ungelöst bzw. "sinnlos""

    Gerade das ist eine der Stärken - man sieht die "Realität" nur durch "Trevors Augen". Wenn man selbst überschnappt, sich irrt, oder auch nur getäuscht wird, muss man ja auch "von innen" die "Realität" zu rekonstruieren versuchen. (Man denke z.B. an "Die üblichen Verdächtigen")

    Was "wirklich" geschah kann man auch in dem Film nachher nur rekonstruieren. D.h. eher ein Film zum nochmals anschauen/nachdenken.
    (z.B. wird dann klar, warum eine Frau genau die gleichen Worte spricht wie die andere vorher, viele Gengenstände seiner Wohnung tauchen in der Wohnung anderer auf etc.)

    Stimme zu, 8 von 10, weil mit der Auflösung,der eigentlichen "Story" etc. nicht 100%ig originell. Aber sehr sehenswert (was ist heut schon 100%ig originell?). Vielleicht sogar 8-9 von 10 ;-)