Der nächtliche Lauscher

 USA 2006

The Night Listener

Drama, Thriller 81 min.
5.90
Der nächtliche Lauscher

Die gelungene Literaturadaption nach dem gleichnamigen Bestseller von Armistead Maupin ist ein verblüffender Suspense-Thriller mit Robin Williams und Toni Collette in den Hauptrollen.

Die Trennung von seinem Freund stürzt den schwulen Radiomoderator Gabriel (Robin Williams) in eine tiefe Sinn- und Arbeitskrise. Erst durch die erschütternde Lektüre eines unpublizierten Romanmanuskripts, in dem der erst 14-jährige Pete (Rory Culkin) minuziös beschreibt, wie er von seinen Eltern und deren Bekannten jahrelang missbraucht wurde, wird Gabriel allmählich von seiner eigenen desolaten Situation abgelenkt.

In langen Telefonaten entwickelt er eine enge Beziehung zu dem HIV-infizierten Jungen, der die meiste Zeit in Kliniken verbringt. Gabriel brennt darauf, Pete endlich persönlich kennenzulernen, doch die Reise nach Wisconsin, wo der Junge angeblich lebt, entwickelt sich unversehens zum Horrortrip.

Details

Robin Williams, Toni Collette, Bobby Cannavale, Joe Morton, Rory Culkin, Sandra Oh, u.a.
Patrick Stettner
Peter Nashel
Lisa Rinzler
Armistead Maupin, Terry Anderson, Patrick Stettner

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken

  • Wo ist Pete?
    Das Thema ist eigentlich mit Tiefgang nicht verfilmbar und ebenso kompliziert wie der Name, der dieses Phänomen beschreibt: ‘Münchhausen-Stellvertretersyndrom‘ (MSS). Eine Kindsmisshandlung, die sich im Kopf des Kranken abspielt. Die Donna spielt Toni Collette zwar genauso superb wie ihr Gegenüber, Robin Williams, den schwulen Radiomoderator Gabriel. Sie versucht einen Balanceakt zwischen Kindsbeschützerin und ADS. Das gelingt ihr sehr facettenreich vor allem über die angebliche Erblindung. Er pendelt zwischen echter Homosexualität und Pädophilie hin und her. Dabei wird einiges deutlich. Das war’s dann aber auch schon. Auch die Aufdröselung des Falles mit einem Krimitouch bringt etwas Spannung, aber es sind letztlich seelische Verletzungen, die nur schwerlich sichtbar gemacht werden können. Und so gibt es auch keine Heilung oder (Er)Lösung, sondern nur eine Message, die da lautet ‘…und wenn sie nicht gestorben sind…‘
    Schwere Kost, liegt im Magen wie ein Sack Zement.