Der Schakal

 USA 1997

The Jackal

Thriller, Action 124 min.
6.30
Der Schakal

Ein Profikiller und Verkleidungskünstler soll ein der prominentesten Polit-Persönlichkeiten der Welt töten.

Niemand kennt seine Identität, sein Ziel oder gar seinen Zeitplan. Doch als der Schakal (Bruce Willis) für ein Kopfgeld von 70 Millionen Dollar angeheuert wird, um öffentlich eine der prominentesten Polit-Persönlichkeiten der Welt zu töten, setzen die Geheimdienste zweier Regierungen alles daran, das Attentat zu verhindern. Ihre Chancen: dürftig. Der Killer ist zu schnell, zu wandlungsfähig, zu kaltblütig.

Wo immer der FBI-Mann Preston (Sidney Poitier) und seine russische Kollegin Valentina (Diane Venora) bei der globalen Hatz hinkommen, finden sie nur blutige Spuren. Ihre einzige Hoffnung: Jemand, der politisch motivierte Gewalt aus erster Hand kennt und den Schakal womöglich identifizieren kann. Ein Mann wie der zu lebenslanger Haft verurteilte IRA-Terrorist Declan Mulqueen (Richard Gere). Er gib sein Wort, das FBI zu unterstützen, anstatt bei erstbester Gelegenheit zu flüchten. Doch schon bald gerät Mulqueens große Liebe, die Baskin Isabella (Mathilda May), zwischen die Fronten. Jetzt wird die Jagd persönlich. Der Schakal ist amüsiert. Die Uhr tickt unerbittlich. Und dann blitzt in Washington plötzlich Mündungsfeuer auf.

Details

Bruce Willis, Richard Gere, Sidney Poitier, Diane Venora, Mathilda May
Michael Caton-Jones
Carter Burwell
Chuck Pfarrer

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Richard Gere vs. Bruce Willis
    Der Film von Michael Caton-Jones ist eigentlich keine echte Neuverfilmung des Zinnemann-Klassikers. Dieser hier ist viel globaler und komplexer geraten (z. B. Problematik des Kalten Krieges). Kann aber dadurch nicht mehr Spannung aufbauen. Dabei fängt es doch so brutal an. Der TV Star David Hayman ergreift schon mal beim Geschäftsdinner im Freundeskreis die Axt. Und für eine gewisse Zeit kann Bruce Willis in der Titelrolle die Zuschauer durch unangekündigte urplötzliche Morde erschrecken und durch abwechslungsreiche Visagen und Autofarben erfreuen. Aber der Effekt ist rasch verbraucht. Bruce stirbt einfach nur langsamer. Im Mittelteil verliert der Film an Fahrt. Die Rettung ist die Szene in der es etwas menschelt: Richard Gere trifft seine frühere Frau Mathilda May. Diese sehr persönliche Episode rettet den Film vorerst. Dass Mathilda am Ende den Racheengel spielt, ist eine der Ungereimtheiten des Films. Wo kam sie her, wo geht sie hin? Vor allem das Ende mag zwar die Gemüter beruhigen, aber es ist schon sonderbar, wie der Schakal seine Kanone so völlig unbeobachtet in Stellung bringen kann. Und das Gerät ist aber auch eine Wucht. Das baut man so mal nebenbei in der Garage von jetzt auf gleich. Und dann auch noch die Verkleidung als Polizist. Wie originell. Auch die eingeschobene Geiselnahme ist aus der amerikanischen Standardkiste. Man kann dem Treiben nur so zuschauen wie der ehrenwerte FBI-Mann Sydney Portier. Man kennt das Ende und sieht ihm gelassen entgegen. Hier findet dann noch eine wahre Dankesorgie statt. Fließband-Massenware! Zinnemann war gradliniger, und spannender.