Der Stand der Dinge (1982)

 Deutschland 1982
121 min.
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Ein Triptychon, dessen Teile in einem schon fast lehrbuchhaft-wörtlichen Sinne in dialektischem Verhältnis zueinander stehen: These - Antithese - Synthese. Der erste Teil ist Erzählkino par excellence, ein Science-Fiction-Maschinchen, das sich (...) entlang einer eindeutigen, zeitlichen und räumlichen Achse vorwärtsbewegt: Eine Gruppe von Überlebenden bewegt sich durch verseuchtes Terrain aufs Meer zu. Der zweite Teil dagegen ist das, was Wenders für spezifisch europäisches Kino hält (und was dies nur in dem Sinne wirklich ist, daß solch eine Art von Filmen vom Hollywood-System der Finanziers- und Produzenten-Kalküle verhindert wird): Das Filmteam, das diesen Science-Fiction-Film dreht, wartet in einem verrottenden Hotelneubau an der portugiesischen Küste auf Nachschub an Filmmaterial und Geld. (...) Den Schlüsselsatz für diese Sequenz legt Wenders seinem Alter ego, dem Regisseur Friedrich, in den Mund: Geschichten gäbe es nur in Geschichten, während das Leben verstreiche, ohne die Notwendigkeit zu verspüren, sich zu Geschichten zu fügen. Und als ob Wenders wisse, daß das nur die halbe Wahrheit ist, läßt er ihn im Schlußteil nach Hollywood fliegen und seinen Produzenten aufspüren, der vor Kredithaien auf der Flucht ist und mit dem er am Ende umgebracht wird. Dieser Tod ist der Punkt, in dem die in den beiden ersten Teilen ausgezogenen Fluchtlinien sich schneiden. (Kraft Wetzel)A rundown hotel on the Portuguese coast serves as backdrop for a science-fiction-film that is a remake of Allan Dwan's The Most Dangerous Man Alive. The film crew and cast, half Americans, half Europeans eagerly await their producer who has left for L.A. to come back with money and materials. But he never comes back. Friedrich, the director, decides to find out what has happened to the producer.

Details

Patrick Bauchau,Isabele Weingarten,Rebecca Pauly u.a.
Wim Wenders
Jim Jarmusch, Jürgen Knieper
Wim Wenders

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