Der weiße Ballon

 Iran 1995

Badkonake Sefid

Independent 84 min.
7.70
film.at poster

Die siebenjährige Razieh überredet ihre Mutter, ihr die letzte Banknote zum Kauf eines Goldfisches für die Neujahrszeremonie zu überlassen.

Razieh macht sich auf den Weg durch geschäftige Straßen, gerät in diverse Abenteuer und verliert das Geld. Verschiedene Leute versuchen ihr zu helfen, doch der Jahreswechsel rückt immer näher ...

Ich mag die Schlangenbeschwörungsszene ganz besonders. Zum ersten Mal widersetzt sich Razieh den Warnungen der Erwachsenen. "Schlangenbeschwörung ist nichts für Mädchen". Sobald sie allein ist, folgt sie dem Reiz des Verbotenen. Später sagt sie: "Ich wollte sehen, was das ist, das nicht gut für mich ist."
In meiner Kindheit wagten es meine Schwestern nicht, den Fuß aus dem Haus zu setzen. Weil sie nicht ins Kino gehen durften, gaben sie mir all ihr Geld, damit ich ins Kino gehen und ihnen den Film nacherzählen konnte. Mein Vater hatte mir verboten, ins Kino zu gehen, obwohl er selbst ein großer Kinoliebhaber war. Er sagte immer: "Diese Filme sind nicht gut für dich." Und ich wollte sehen, was nicht gut für mich war. (Jafar Panahi)

Die entwaffnende Einfachheit der aus alltäglichen Details entwickelten Dramaturgie und die Versuche der Kinder, mit unerwarteten und schwierigen Situationen in der Welt der Großen fertig zu werden, macht iranische Kinderfilme stets zu spannenden Geschichten für Erwachsene. Mit diesem Spielfilmdebüt gewann Panahi 1995 den FIPRESCI-Preis und die Camera d'Or in Cannes.
(Text: Filmarchiv)
Länge: 85 Minuten

Details

Aida Mohammadkhani, Mohsen Kafili, Fereshteh Sadr-Orfani, Anna Burkowska u.a.
Jafar Panahi
Farzat Jodat
Abbas Kiarostami

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