Die Band von nebenan

 Israel/F 2006

Bikur Ha-Tismoret

Musikfilm / Musical, Tragikomödie 01.02.2008 83 min.
7.60
Die Band von nebenan

Der Film kreist um die kleinen Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Menschen aus zwei Ländern, die seit langer Zeit eine Nachbarschaft des ,kalten Friedens' miteinander pflegen.

Einst, vor nicht allzu langer Zeit, landete eine kleine ägyptische Polizeikapelle in Israel. Sie waren gekommen, um bei der Eröffnung eines arabischen Kulturzentrums aufspielen. Doch Bürokratie, Pech oder einfach nur dumme Zufälle ließen sie bereits am Flughafen stranden. Sie versuchten, sich auf eigene Faust durchzuschlagen, um sich schließlich in einem gottverlassenen Nest mitten in der israelischen Wüste wieder zu finden. Eine verlorene Kapelle an einem verlorenen Ort... Und da es in dem trostlosen Städtchen auch kein Hotel gibt, muss die schüchterne Truppe private Quartiere für die Nacht finden. Ganz unvorhergesehen kommen sich Ägypten und Israel durch dieses dumme Missgeschick sehr nah.

Details

Sasson Gabai, Ronit Elkabetz, Khalifa Natour, Saleh Bakri, Shlomi Avraham u.a.
Eran Kolirin
Habib Shadah
Shai Goldman
Eran Kolirin
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Lakonien
    Die Handlung des Films passt zur Landschaft, in der er spielt: flach, eintönig, trist und langweilig. Selbst wenn man die Brisanz der Situation im Hinterkopf hat, kann man den stilisierten Bildern nichts abgewinnen: eine ägyptische Polizeikapelle von acht Mann soll einen Gastauftritt in Israel haben und muss gezwungenermaßen einen Stop im Nirgendwo machen. Es passiert aber nichts. Man ahnt vielleicht, was eventuell passieren könnte. Die lebenslustige, einheimische Dina (Ronit Elkabetz) bietet sich zweifellos an, aber es ist vielleicht für die Völkerverständigung noch zu früh. Wir genießen die stillen, langen Pausen, hören wie die Zeit vorbeitröpfelt und unseren Erwartungen ergeht es ebenso wie Dina: sie werden enttäuscht abgewiesen. Manche mit seherischen Fähigkeiten ausgestattete Kritiker meinten eine zarte Annäherung zwischen den verfeindeten Kulturen zu erkennen, ebenso wie sie auch den lakonischen Humor entdeckten. Mir ist trotz zweifachen Anschauens keins von beiden aufgefallen. K.V.
    Als Philipp II. von Makedonien mit seinem Heer herannahte, sandte er der Legende nach folgende Drohung an die lakonische Hauptstadt Sparta :„Wenn ich euch besiegt habe, werden eure Häuser brennen, eure Städte in Flammen stehen und eure Frauen zu Witwen werden“. Darauf antworteten die Spartaner:„Wenn.“