Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

 USA 2005

The Three Burials of Melquiades Estrada

Drama, Krimi, Abenteuer 121 min.
7.50
Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

In seinem brillanten Regiedebüt zeichnet Tommy Lee Jones ein kritisches Bild der realen Politik am Rand der USA.

Den Texaner Pete (Tommy Lee Jones) verbindet eine väterliche Freundschaft zu dem mexikanischen Cowboy Melquiades Estrada (Julio Cedillo), der eines Tages von einem überambitionierten jungen Grenzschützer versehentlich erschossen wird. Pete verhaftet den Polizisten und zwingt ihn, Melquiades' Leiche wieder auszugraben und mit ihm über die Grenze zu dessen Familie zu bringen.

"Eine Parabel aus der Hölle, auf die Sam Peckinpah stolz wäre." (Sight and Sound)

Details

Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio Cedillo, Dwight Yoakam, January Jones, u.a.
Tommy Lee Jones
Marco Beltrami
Chris Menges
Guillermo Arriaga

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Das Versprechen
    Tommy Lee Jones (Hauptdarsteller und Regisseur) überzeugt sowohl vor der Kamera als auch dahinter. Es ist ihm ein ganz ungewöhnlicher Spätwestern gelungen: die Story mit dem Leichentransport eines Freundes unter tätiger Mithilfe seines Mörders Mike (eindrucksvoll Barry Pepper) in sein Heimatdorf Jiménes ist das eine, das andere ist hierbei die gekonnte Erzählweise dieser wahren Geschichte. Spannend, stimmungsvoll und atmosphärisch dicht. Die drei Begräbnisse sind streng formal gegliedert; quasi Kapitelüberschriften.
    Sie werden fast zur Nebensache, da sie jeweils mit einem Mord einhergehen. Mit viel Liebe zum Detail achtet Jones auf Kleinigkeiten und so gelingt ihm ein komplexes und äußerst subtiles Stimmungsbild der Grenzstadt zu Mexiko. Hier schleichen Langeweile und latente Geilheit um die Ecken der Wohnwagen. Wer kann, will bloß weg, wie z.B. Lou Ann (January Jones) Mikes Ehefrau. Das Verhältnis zwischen Grenzern und Mexikanern wird kritisch beleuchtet. Ein zweites Zusammentreffen kann dann sogar lustig sein.
    Als wir erfahren, dass Jiménes nicht existiert und Mel auch keine Frau hat, wird die Handlung zur Parabel über Freundschaft und das Einhalten eines Versprechens. Es geht um Vergebung und Sühne. Das sind hehre Werte, die, wenn sie so verpackt sind, der Spannung keinen Abbruch tun. Gelungen!