Die glücklichen Minuten des Georg Hauser / Guckloch

 
Avantgarde 
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Georg Hauser ist ein moderner Mittelstandserfolgsmensch, dem klar wird, wie schlimm diese Welt, in der er so gut funktioniert, eigentlich ist. Die neue Brille hilft. Im Streit werden Kehlen zerfetzt. Da nimmt sich wer abends das Leben. Als er im Augenblick einer ganz eigenen Klarheit in tiefster Ekstase sein Auto zerstört, verschleppt ihn der Staat in eine Nervenklinik. Dabei weiß Georg Hauser, dass er nicht irre ist, er wollte doch nur kaputt machen, was ihn kaputt machte, und das ist der Besitz. Er hat es gesehen. Er will raus. Er will leben. Doch wer seinen Besitz zerstört, der ist ein Staatsfeind. 1974 hatte man noch Bilder und Rhythmen und Gefühle - nouveau roman meets Surrealismus -, um so etwas kinematografisch auszudrücken. Zumindest Madavi. - GUCKLOCH, ein Film über fließende und gespeicherte Zeit, über die Schattierungen von Weiß und den Schrei der Vögel. (om)

DIE GLÜCKLICHEN MINUTEN DES GEORG HAUSER
A 1974
72 Minuten
REGIE, KAMERA Mansur Madavi
BUCH Mansur Madavi, Dieter Schrage, Wilhelm Diem
MUSIK Ingrid Fessler, Ivan Tomek, H. Kurz- Goldstein
MIT Walter Bannert, Ernst Epler, Lore Heuermann, Lili Glas, Christine Heuer, Wilhelm Herzog, Dieter Schrage

Für diese Schau vom Originalnegativ neu gezogene und von Mansur Madavi lichterbestimmte 35-mm-Kopie

GUCKLOCH
A 1969
13 Minuten
REGIE, BUCH, KAMERA Mansur Madavi
MIT B. Zamdy

Für diese Schau digital restaurierte 16-mm- Kopie, ausbelichtet auf 35 mm

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