Die Liebenden von Pont-Neuf

 F 1991

Les amants du Pont-Neuf

Drama, Romanze 125 min.
7.50
Die Liebenden von Pont-Neuf

Ein junger Clochard begegnet eines Nachts der herumstreunenden Malerin Michèle.

Zwei junge Außenseiter, heimat- und perspektivlos, dazed & confused, benebelt und in Auflösung: Sie taumeln über ihre künstliche Brücke, Feuer im Himmel, Wasser unter ihnen, in jenem raren Zustand zwischen Depression und Euphorie, wie ihn nur die Maßlosigkeit der Liebe hervorbringen vermag. Bildgewaltkino über den Rückzug in die Innenwelt, für immer weg von der Wirklichkeit.

Details

Denis Lavant, Juliette Binoche, Klaus-Michael Grüber
Lèos Carax
Jean-Yves Escoffier
Lèos Carax

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Zwei Außenseiter
    Eine lange Einleitung führt direkt mitten ins Milieu. Der ’Lumpensammler’ der städtischen Polizei sammelt die Gestrandeten ein. Langsam kristallisieren sich zwei Typen heraus. Die eigentlich unmögliche Liebe zweier Außenseiter wird in beeindruckende Bilder umgesetzt: Michele, die erblindende Malerin und Alex, der hinkende Feuerschlucker. Im Verlauf der Handlung erfährt man noch etwas über ihre unterschiedliche soziale Herkunft. Der vergrößert die Unmöglichkeit und schafft Spannung, die die beiden Hauptakteure unglaublich gut rüberbringen. Juliette Binoche in ihrer wohl eindrucksvollsten Rolle. Ebenso fantastisch agiert Denis Lavant. Sehr kraftvoll wird die unbändige Lebensgier geschildert, die vor Selbstverstümmelung nicht Halt macht. Die beiden Outcasts müssen sich im pickelharten Überlebenskampf der Großstadt behaupten und offenbaren doch eine sensible Verletzlichkeit, die den mühsam geschaffenen gemeinsamen Rahmen jederzeit sprengen kann. Ihre Liebessehnsucht treibt sie auf einander zu in eine unabdingbare Zweierbeziehung. Wen die wundersame Heilung der beiden nicht weiter stört, der wird auch das Ende goutieren.