Die (un)sichtbare Arbeit

 A/I 2012
Dokumentation 60 min.
film.at poster

Zur Geschichte der Psychiatrischen Pflege im historischen Raum Tirol seit 1830.

Der Film erzählt die Geschichte der Psychiatrie im Raum des "historischen Tirol" von 1830 bis zur Gegenwart. Er zeigt diese aus der Perspektive der psychiatrischen Pflege. Pfleger und Pflegerinnen sind bislang nur selten als ProtagonistInnen der Psychiatriegeschichte oder als GestalterInnen der Gegenwart psychiatrischer Landschaften in den Blick gelangt. Der Film dokumentiert den Wandel des Berufsbildes vom Irrenwärter, der Irrenwärterin zu den diplomierten beziehungsweise akademischen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, zeigt die frühe Irrenpflege als Ge­­schichte der unteren Klassen und der so­genannten "dienenden Schichten". Die Dokumentation behandelt das schwierige Ver­hältnis von Zwang und Fürsorge, thematisiert einzelne Aspekte der Involvierung der Be­­rufsgruppe in die Herrschaftsgeschichte der Psychiatrie ebenso wie ihren Anteil an deren Transformation bis heute.

Ehemalige Pflegerinnen aus dem Psychiatrischen Krankenhaus Hall, der psychiatrischen Universitätsklinik Innsbruck, der Anstalt Per­gine im Trentino und dem Stadlhof südlich von Bozen, als lange einziger Einrichtung psychiatrischer Pflege in Südtirol, kommen zu Wort. Die Produktion stützt sich auf überlieferte Fotos, Karten, Pläne, Aktenmaterialien, Zeitschriften sowie Illustrationen und Interviews.

DIE [UN]SICHTBARE ARBEIT ist entstanden im Rahmen des Interreg IV Projekts "Psychiatrische Landschaften - psichiatria confini" an der Universität Innsbruck (Institut für Geschichtswissenschaften & Euro­päische Ethnologie und Institut für Erziehungswissenschaft).

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Niko Hofinger

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