Die vier Tage von Neapel

Le quattro giornate di Napoli

Italien, 1962

DramaKriegsfilm / Antikriegsfilm

Min.119

27. September 1943: Das Volk von Neapel erhebt sich gegen die ­Nazifaschisten mit allem, was zum Töten taugt. Innerhalb von vier Tagen hat sich die Stadt selbst befreit - der Preis war hoch. Le quattro giornate di Napoli schafft etwas, das nur wenigen Werken gelingt: die Geschichte einer Masse zu erzählen, deren Drängen - ständig spürt man hier einen Zug, etwas reißt die Menschen mit, plötzlich tun sie Dinge, von denen sie sich gestern noch nicht vorstellen konnten, dass sie dazu fähig sein würden. Nun stehen sie da mit ihren armen Waffen und sehen sich nicht allein - fast scheint's, als würden sie die deutschen Horden durch ihr ­schieres Wollen vor sich her aus der Stadt treiben. Nanni Loy erzählt denn auch keine bloßen Einzelschicksale, sondern komponiert aus einer Fülle von Details ein freskogleiches Mosaik, einen polyphonen Gesang (gern am Rande zur Kakophonie), ein Chordrama, in dem Komödie und Tragödie, Satyrspiel, Lehrstück und Boulevard fließend ineinander übergehen. Ein Monument. (O.M.)

(Text: Filmmuseum)

IMDb: 7.7

  • Schauspieler:Regina Bianchi, Aldo Giuffrè, Lea Massari, Jean Sorel, Gian Maria Volonté

  • Regie:Nanni Loy

  • Kamera:Marcello Gatti

  • Autor:Pasquale Festa Campanile, Massimo Franciosa, Loy

  • Musik:Carlo Rustichelli

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