Die zwei Leben der Veronika

 PL 1991

La double vie de Véronique

Drama 98 min.
7.90
Die zwei Leben der Veronika

In Polen und Frankreich leben zwei junge Frauen, beide herzkrank, mit großem Gesangstalent, ähnlichem Familien- und Erfahrungshorizont. Ohne sich begegnet zu sein, ahnen die beiden von der jeweils anderen.

Im ersten Teil des Films erleben wir Weronika, die eine Freundin in Krakau besucht. Dort ergibt sich durch die Vermittlung einer Musiklehrerin die Teilnahme an einem Gesangswettbewerb. Kurz vor diesem Auftritt begegnet sie ihrem Freund, der sie aber in ihrer Entscheidung nicht beeinflussen kann. Offenbar weiß er von der schweren Herzschwäche Weronikas und der Gefahr, die ihr durch den impulsiven Gesang droht. Sie jedoch geht ihren Weg konsequent weiter und gewinnt den Wettbewerb. Damit ist ihr Schicksal entschieden: Beim ersten konzertanten Auftritt treten erneut große Schmerzen als die letzten verzweifelten Warnrufe auf, bevor Weronika tot zusammenbricht.

Von diesem Zeitpunkt an verfolgen wir Véronique, die in Clermont-Ferrand lebt. Inmitten einer Liebesnacht tritt ihr das Todesereignis Weronikas vor Augen und sie umfängt eine tiefe Traurigkeit. Sie versteht dies als Warnung und ändert sofort ihr Leben.

Die Themenwelt Kieslowskis ändert sich auch nach den politischen Veränderungen in Europa nicht. Weiterhin geht es ihm um den Menschen in seinem Denken und Tun, wo immer dies ist. In diesem Film geht es um zwei Optionen: die Kunst oder das Leben. Weronika entscheidet sich für die Kunst und ignoriert die bereits deutlichen Zeichen ihres nahenden Todes, um schließlich auf dem Höhepunkt ihres Könnens von der Bühne des Daseins abzutreten.

Details

Irène Jacob, Aleksander Bardini, Wladyslaw Kowalski, Halina Gryglaszewska, Kalina Jedrusik, u.a.
Krysztof Kieslowski
Zbigniew Preisner
Krysztof Kieslowski

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