Die zweite Heimat – Die Zeit der vielen Worte

1993

Min.121

Der Erfolg des ersten HEIMAT-Zyklus machte es Edgar Reitz möglich, eine weiteres Riesenprojekt zu starten: CHRONIK EINER JUGEND orientiert sich mehr an seiner eigenen Geschichte, umfasst die Jahre 1960 bis 1970 und zeigt Menschen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Heimat sind und sich dabei aus ihren »Schutzräumen« hinausbewegen. Im Fokus der 13 Filme steht Hermann, der uneheliche Sohn Maria Simons aus HEIMAT. Gezeigt wird, wie er zu Beginn der 1960er-Jahre nach München geht, um Komposition zu studieren. Dort trifft er auf die Cellospielerin Clarissa, in die er sich verliebt. Auch Hermanns Freund Juan hat ein Auge auf sie geworfen. Hermann steckt in Konzertvorbereitungen und trifft auf »Schnüsschen«, die er noch aus seiner Kindheit kennt. Die beiden verlieben sich ineinander, und Clarissa versucht, sich zwischen die beiden zu drängen. Trotzdem heiraten Hermann und Schnüsschen und bekommen eine kleine Tochter. Mit den gesellschaftlichen Unruhen Ende der 1960er-Jahre wird ihre Beziehung erneut auf eine harte Probe gestellt ……

Die behütete kleine Hunsrück-Welt haben die Figuren in CHRONIK EINER JUGEND hinter sich gelassen und schlagen im München der Swinging Sixties auf. Das Künstlerund Musikermilieu ist dabei nicht zufällig gewählt, denn darin spiegelns sich Wandel und Konflikte in der Gesellschaft wunderbar wider. Peter Buchka: »DIE ZWEITE HEIMAT ist auch und vor allem eine unendliche Klage über die eigene Generation, so wie HEIMAT eine Beschwörung der eigenen Herkunft war.« (Florian Widegger)

  • Schauspieler:Henry Arnold, Salome Kammer, Anke Sevenich, Hannelore Hoger, Michael Seyfried

  • Regie:Edgar Reitz

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