Die Brücke (1959)

 BRD 1959
Drama, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 105 min.
7.70
Die Brücke (1959)

Sieben Schüler werden in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs abkommandiert, um eine strategisch wertlose Brücke ihres Heimatortes gegen die heranrückenden Amerikaner zu verteidigen.

Sieben Schüler werden in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs abkommandiert, um eine strategisch wertlose Brücke ihres Heimatortes gegen die heranrückenden Amerikaner zu verteidigen. Zu Kadavergehorsam und Opferbereitschaft für's Vaterland erzogen, erfüllen sie den Auftrag bis zur letzten Konsequenz.

Eindringlicher Antikriegsfilm, der Kriegshetzte und "militärische Tugenden" anklagt. Nominiert für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film.

Details

Folker Bohnet, Fritz Wepper, Michael Hinz, Frank Glaubrecht, Karl Michael Balzer, Volker Leichtenbrink, Günther Hoffman, Cordula Trantow, Wolfgang Stumof, günter Pfitzmann, Vicco von Bülow
Bernhard Wicki
Hans-Martin Majewski
Gerd von Bonin
Bernhard Wicki, Michael Mansfeld, Karl-Wilhelm Vivier, Erwin C Dietrich

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Brücke (BRD 1959)
    Der berühmte und erschütternde Antikriegsfilm von Bernhard Wicki von 1959 erhielt zahlreiche Preise, u.a eine Oscar-Nominierung. Man lernt die sieben Jugendlichen zunächst in ihrem Alltag zu Hause kennen. Der Kontrast zu den Eltern wird so eindringlich klar. Während diese wünschen, dass der Spuk schnell vorbei ist, hoffen die Jungen auf einen Endsieg. Interessant ist, dass der Film nicht ins Schwarzweiß-Schema der Guten und Bösen verfällt: Die erfahrenen Soldaten glauben längst nicht mehr an den Sieg und versuchen die jungen Rekruten vor der Gefahr zu behüten, indem sie diese an eine bedeutungslose Brücke ordern. Das stößt bei den Jungen in ihrer "Jetzt geht's endlich los!"-Begeisterung auf völliges Unverständnis. Das Thema dürfte dem Zuschauer nach "Private Ryan", "Im Westen nichts Neues" und anderen Anti-Kriegsfilmen bekannt vorkommen. Der Film ist nach heutigem Maßstab sehr langsam geschnitten und soll daher vom Zuschauer auch als historisches Filmdokument wahrgenommen werden. Gelegentlich wird vielleicht Langeweile aufkommen. Einige Kampfszenen sind so grausam, dass sie heute noch manchem eingefleischten Actionfilm-Fan unter die Haut gehen können. Man merkt dem Film an dass er zu einer Zeit entstand, als fast alle Zuschauer den Krieg noch aus eigenem Erleben kannten und wussten, was das Wort "Krieg" bedeutet.