Die große Stille

 D 2005
Dokumentation 09.06.2006 162 min.
film.at poster

Philip Gröning betritt filmisches Neuland: Eine lange, stille Dokumentation über die Grande Chartreuse, das Mutterkloster des legendären Schweigeordens - die Karthäuser.

DIE GROSSE STILLE ist ein Kinoereignis: Eine strenge, fast stumme Meditation über das Klosterleben in seiner reinsten Form. Keine Musik, keine Interviews, keine Kommentare, kein zusätzliches Material. Nur der Lauf der Zeit, der Wechsel der Jahreszeiten und das sich immer wiederholende Element des Tages: das Gebet.
Philip Gröning beschreibt ein Leben, das vom Gebot des Schweigens und weltlicher Abgeschiedenheit geprägt ist und erzählt von Menschen, die ihre Lebenszeit in aller Klarheit Gott gewidmet haben. Ein Film, mehr Meditation als Abbild. Eine Reise in die Stille.

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Philip Gröning
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User Kritiken

  • Unbedingt anschauen!
    Wohl kaum in meinem Leben hat mich ein Film so beschäftigt wie dieses absolute Meisterstück (außer vielleicht Star Wars - aber da war ich auch erst sieben). Ich habe den Film als Reinigung erfahren, als Möglichkeit abzuschalten, aber nicht durch Zuschütten mit Trash - sondern durch herrliche Bilder und erfrischende Gedanken aus einer Parallelwelt, von derem Existenz man bis jetzt nichts wusste. Man hat den Eindruck, Philip Gröning hat das Leben im Kloster verstanden und er schafft es, dieses Verstehen eins zu eins an die Zuseher weiterzugeben. Dafür gebührt ihm großer Dank.

    Re:Unbedingt anschauen!
    Den Film kenne ich noch nicht, aber andere Klöster, hab auch einmal kurz mithelfen dürfen, als das so ähnliche kloster bei st. veit gebaut wurde. War auch die Grande Chartreuse besichtigen (1991), eher von außen, bin jungen Mönchen begegnet, als sie gerade ihren wöchentlichen Ausgang/Spaziergang hatten. Fröhlich, lebendig, die ganze Zeit quatschend.

    Als ich jünger war, kannte ich einen österreichischen Mönch näher, und er meinte, das Schweigegebot sei sogar nötig, sonst würde allzuviel getratscht.

    Für den einen ist es was, für den anderen nichts. Ich glaube, es kommt auch auf die psychische Konstitution an, wem so etwas liegt. Wenn Du die Stunden des gemeinsamen Chorgebets in der Kirche betrachtest, kommst Du schon auf ganz schön viel gemeinsame Zeit. Dazu noch die gemeinsame Freizeit am Sonntag sowie der wöchentliche Spaziergang.

    akita

    Keinesfalls anschauen!
    Nichts gegen Stille, nichts gegen lange Einstellungen, aber das ist kein Film (im herkömmlichen Sinn). Stinkfade 2,5 Stunden lang sieht man sinnlos aneinandergereihte Bilder, 24 Stück pro Sekunde und ich schwöre, ihr werdet jedes einzelne davon qualvoll spüren. Der "Film" wirkt so, als hätte man den Abfall aneinandergereiht, der beim Drehen entstanden ist. Man erfährt nicht einmal, um welche Mönche es sich handelt, die man bei ihren nicht allzu üppigen Tätigkeiten beobachtet: Franziskaner, Dominikaner, Jesuiten, ... Und warum macht der Älteste von denen die schwersten Arbeiten, während die anderen nur sitzen und studieren und denken und beten?
    Grauenhaft.
    Amen