Halbe Treppe

 Deutschland 2001
Drama 105 min.
7.20
film.at poster

"Halbe Treppe" ist ein filmisches Abenteuer, das in kleinster Besetzung, ohne Drehbuch und nur über Improvisation erarbeitet wurde.

Zwei Paare in Frankfurt an der Oder, auf halber Treppe ihres Lebens, dort, wo ein wenig verweilt wird, nachdem sich Routine breit gemacht hat und die Mühen des Existenzaufbaus ihren Tribut fordern. Auch die befreundeten Paare Kukowski und Düring stecken dort fest. Chris und Katrin Düring haben sich in Alltag und Bett nicht mehr viel zu sagen, während Uwe Kukowski fast rund um die Uhr in seiner Imbissbude 'Halbe Treppe' schuftet und darüber seine Frau Ellen und die Kinder vergisst. Kein Wunder, dass die vereinsamte Ellen und der auf Abwechslung drängende Chris einander näher kommen. Aber das Verhältnis fliegt auf, und plötzlich scheinen die Karten neu gemischt zu sein. Bewegung kommt in den fest gefahrenen Alltag, das Leben wird wieder hinterfragt, und auf einmal zeigt sich, dass kleine Wunder auch in Frankfurt/Oder möglich sind - wenn man nur daran glaubt!

HALBE TREPPE ist ein filmisches Abenteuer, das in kleinster Besetzung, ohne Drehbuch und nur über Improvisation erarbeitet wurde.

"Der 'Silberne Bär' der Berlinale 2002 ist die verdiente Bestätigung der Filmarbeit von Andreas Dresen, der den in 'Nachtgestalten' und 'Die Polizistin' begonnenen realistischen, liebe- und humorvollen, aber vor allem prägnanten und lebensnahen Blick auf die bittersüßen Probleme kleiner Leute mit Plattenbau-Gestalten aus Frankfurt an der Oder fortsetzt und mit Digitalkamera, kleiner Crew, weit gehend improvisiertem Drehbuch und vier hervorragenden Schauspielern beste Ergebnisse erzielt." (Blickpunkt Film)

Details

Steffie Kühnert, Gabriela Maria Schmeide, Thorsten Merten, Axel Prahl, Julia Ziesche, Jens Graßmehl, Mascha Rommel, Gregor Ziesche ' u. a.
Andreas Dresen
17 Hippies
Michael Hammon
Andreas Dresen
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Kritiken

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User Kritiken

  • sehr fein
    ein wirklich ganz exquisiter film. sehr viel liebe zum detail und zur authentizität machen jede minute zum filmgenuß. die chaotische suche nach dem vogel - ganz hervorragend ...

  • Sehr sehenswert!
    Bin auf gut Glück hingegangen, weil ich bei der Viennale keine Karten mehr ergattert habe, und war sehr positiv überrascht.
    Der Film könnte eigentlich ein Dogma-Film sein, so simpel ist die Technik (wacklige Handkamera, intime Grossaufnahmen), so ehrlich, tiefgehend und auch schmerzhaft die Geschichte, so überzeugend und mitreissend die Schauspieler.
    Zu empfehlen für alle, die Dogma-Filme mögen und sich vielleicht auch schon mal in einer langen Beziehung totgelaufen haben.